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DDIV 03_2015

FAZIT Während Wohnungsunternehmen die Nachhaltig- keitsziele in der Vergangenheit überwiegend in kosten- intensiven bauphysikalischen Lösungen gesucht haben, wird es zukünftig viel stärker auf kluge haustechnische Lösungen ankommen, vor allem bei der Modernisie- rung im Gebäudebestand. Die dezentrale Warmwas- serbereitung mit elektronischen Durchlauferhitzern kann hier eine Option sein, die sich ohne größere Um- bauten, schnell und kostengünstig realisieren lässt. AKTUELLE STUDIE BELEGT EFFIZIENZ Die Wohnungswirtschaft scheint immer noch Vorbehalte ge- gen Systeme zur dezentralen Warmwasserversorgung zu haben. Zu Unrecht, wie eine kürzlich vorgelegte Studie belegt. Die HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung ließ gemeinsam mit dem Zentralverband der Elektronikindus- trie e.V. (ZVEI) und Herstellern untersuchen, inwieweit Ener- gieverbrauch und CO2-Emissionen durch dezentrale elektrische Warmwasserversorgung reduziert werden können. Zur Unter- suchung durch die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft (FfE) wurden drei unterschiedliche Gebäudetypen des Baujahrs 1960 herangezogen: ein Ein-, ein Drei- und ein Mehrfamilien- haus mit zwölf Wohneinheiten. Die Auswertung über einen Zeitraum von 15 Jahren zeigt, wie hoch die Einsparungen nach dem Austausch mit den neuen Warmwasser-Systemen sind. Im Zwölf-Familienhaus laufen bei zentralen Systemen täglich ohne weiteres 14 Liter Wasser ungenutzt in den Abfluss. Das sind in jedem Jahr über 5000 Liter. Im Hinblick auf die Investitionskos- ten ist die dezentrale Trinkwassererwärmung vor allem für Ein- und kleinere Mehrfamilienhäuser empfehlenswert. Langfristig ergeben sich für sämtliche Gebäudetypen Vorteile: Im Jahr 2020 liegt der Primärenergieaufwand der dezentralen Systeme deutlich niedriger als bei den zentralen Anlagen. Durchlauferhit- zer können außerdem auch mit Solaranlagen gekoppelt werden, damit sind weitere Energieeinsparungen möglich. Vollelektronische Durchlauferhitzer bieten gerade älteren Menschen den gewünschten Bedienkomfort und oftmals mehr Sicherheit. So verfügt beispielsweise der AEG DDLE ÖKO ThermoDrive über ein großes hinterleuchtetes Display, das durch den Farbwechsel von Blau auf Rot vor Wassertemperaturen über 42°C warnt. Auch Speichertasten zum Abruf der Wunsch- temperatur oder Drehregler, mit denen die Tempe- raturwahl über deutliche und unmissverständliche Symbole erfolgt, vermitteln älteren Bewohnern Sicher- heit und erleichtern das Handling im Alltag. Innovativ Das ErP-Effizienzlabel wird ab September 2015 zur Pflicht. Wer nachrüstet, sollte schon heute darauf achten. Immer kompaktere Geräte lassen sich mühelos untertisch einbauen. ist auch die mobile Anwendung per Funkfernbedie- nung. Sie dient der komfortablen Temperaturwahl über eine Entfernung bis 30 Meter in der Wohnung. Praktisch, wenn der Durchlauferhitzer nicht in unmit- telbarer Nähe der Zapfstelle montiert ist – weil bei- spielsweise ein Gerät Bad und Küche versorgt – oder wenn sich der Durchlauferhitzer unter der Küchen- spüle befindet, wo er für in ihrer Beweglichkeit einge- schränkte Personen schwer zu erreichen ist.

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