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DDIV 03_2015

03 | 15  DDIVaktuell  23 U Kurze Wege: eine Option für die Haustechnik?! Bei der Warmwasserversorgung setzen seit der Energiewende und auf Grund der novellierten Trinkwasserverordnung immer mehr Planer und Investoren bei Neubau und Modernisierung auf dezentrale Lösungen. Von Manja Zander Unter den Aspekten Trinkwasserhygiene, Investitions- und Betriebskosten sowie Effizienz der Warmwasserbereitung kann es durchaus sinnvoll sein, bei Modernisierungsmaßnahmen im Gebäude- bestand über dezentrale Lösungen für die Warm- wasserversorgung nachzudenken. Das heutige Leistungsniveau elektronischer Durchlauferhitzer kann neben ökologischen und ökonomischen Vor- teilen auch mehr Komfort bieten. Bei mehrgeschos- sigen Wohngebäuden ist es zunehmend eine Frage der Wirtschaftlichkeit, in diese Technologie zu inves- tieren. Stellt man die zentrale Warmwasserversorgung auf den Prüfstand, kommt man um die folgenden Fakten nicht herum: Sie erfolgt überwiegend über Warmwasserspeicher, die über die Zentralheizung – meist Öl oder Gas – beheizt werden. Lange Zulei- tungen zu den einzelnen Verbrauchsstellen mindern oft den guten Wirkungsgrad. Die tatsächliche Ener- gieeffizienz ist eine Frage vieler Kostenfaktoren: Warmwasser-Zirkulation, Speicherverluste, Bereit- schaftsenergieverluste, Verteil- und Anlaufverluste werden zwar selten als Warmwasserkosten erkannt, erscheinen aber zuverlässig in der jährlichen Endab- rechnung. Zum Energieaufwand der zen- tralen Wärmeversorgung kom- men zudem vergleichsweise hohe Kosten für Frisch- und Abwasser: Lange Leitungswege machen es erforderlich, dass kaltes Wasser erst ablaufen muss, bevor es an der Entnahmestelle endlich warm wird. Darüber hinaus können sich im zentralen Leitungsnetz, in dem Wasser nicht permanent in Bewegung ist, Legionel- len bei Temperaturen zwischen 25° und 45° Celsius schnell vermehren. Das spricht für dezentrale Lösungen Im Unterschied dazu bringen elektronische Durch- lauferhitzer das Wasser nur bei Bedarf auf Wunsch- temperatur und befördern es auf kurzem Weg sekundenschnell zur Zapfstelle, und das fast ohne Energieverluste. Berechnungen haben ergeben, dass bei hochwertigen elektronischen Durchlauferhitzern die Wärmenutzenergie (Strom) bei rund 97 Prozent liegt, bei der zentralen Warmwasserbereitung da- gegen bei etwa 55 Prozent (Quelle: FfE-Studie, Juli 2011). Betrachtet man die jeweils verursachten CO2 - Emissionen, liegen elektrische Durchlauferhitzer im Vergleich zu zentralen, öl- oder gasbetriebenen Syste- men vorn, weil Strom zunehmend aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Referenzbeispiele aus der Praxis zeigen, dass sich die mit Durchlauferhitzern erzielten Verbrauchsein- sparungen und ein verminderter Wartungsaufwand schnell summieren und die Investitionskosten schon in kurzer Zeit wieder wettmachen. Darüber hinaus entscheidet sich bei der Wahl zwischen der zentralen Systemvergleich Dezentral Elektro und Zentral Heizöl Energie- und Umweltvergleich Dezentral Elektro Zentral Heizöl Energiebedarf Wärmeerzeuger [kWh/a] 1464 3828 Hilfsenergien für Pumpen [kWh/a] 0 159 Primärenergiebedarf (inkl. Hilfsenergie) [kWh/a] 4392 4688 CO2-Emission [kgCO2/a] 981 1370 Umrüstung kann sich lohnen: Der direkte Systemvergleich zeigt, wo Einsparpotenziale stecken. Energiebedarf Wärmeerzeuger [kWh/a] 14643828 Hilfsenergien für Pumpen [kWh/a] 0159 Primärenergiebedarf (inkl. Hilfsenergie) [kWh/a] 43924688 CO2-Emission [kgCO2/a] 9811370

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