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DDIV 03_2015

03 | 15  DDIVaktuell  19 DAS SOLLTEN SIE WISSEN: EnEV § 10 Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden ■■ Gas- und Ölkessel, die vor dem 1.1.1985 errichtet wurden, dürfen ab 2015 nicht mehr betrieben werden. ■■ Gas- und Ölkessel, die nach dem 1.1.1985 errichtet wurden, dürfen nach Ablauf von 30 Jahren nicht mehr betrieben werden. Ausgenommen von diesen Regelungen sind Niedertemperatur- oder Brennwertkessel sowie Anlagen mit weniger als 4 kW oder mehr als 400 kW. giepreise noch deutlich niedriger waren und die Knappheit nicht regenerativer Ressourcen wie Öl und Gas keine Rolle spielte. Daher wurden Wärmeerzeugungsanlagen teilweise deutlich größer dimen- sioniert als eigentlich notwendig. So ergeben sich mögliche Einspar- potenziale häufig allein durch eine Anpassung der Dimensionierung. Und das erst recht, wenn der Wär- mebedarf durch zwischenzeitliche Sanierungsmaßnahmen an anderen Gebäudeteilen gesunken ist. ■■ Professioneller Anlagenbetrieb: In Deutschland arbeiten schät- zungsweise bis zu 75 Prozent aller installierten Brennwertgeräte nicht optimal. Um das theoretisch vor- handene Energieeinsparpotenzial so gut es geht auszuschöpfen, bedarf es eines professionellen Anlagenbe- triebs. Andernfalls lässt sich z. B. bei Brennwertkesseln der Brennwertef- fekt nicht optimal nutzen. ■■ Das richtige wirtschaftliche Konzept: Gerade die hohen Investitionskosten in eine neue Anlagentechnik sind häufig eine Belastung für die Rücklagen von Wohnungseigentümergemeinschaf- ten. Daher können Sonderumlagen notwendig sein. Verwalter sollten daher auch ganzheitliche Contrac- ting-Modelle in Betracht ziehen. Zusammenarbeit mit professionel- lem Energiedienstleister Neben den hohen Investitionskosten sind bei der Sanierung einer Heizungs- anlage und deren Betrieb eine Vielzahl an Aufgaben durch den Verwalter zu be- wältigen: Organisation einer Planung der neuen Wärmeversorgung, Einholen und Vergleich von Angeboten, Beauftragung und Vergabe des Auftrages, Überwachung und Abnahme der Leistungen, Abschluss von Lieferverträgen für den Brennstoff, Koordination von Fachfirmen für die Be- triebsführung, Wartungs-, Reparatur- und Entstörungsdienstleistungen. Kein leichtes Unterfangen, wenn man kein Fachmann auf diesem Gebiet ist. Daher kann die Zu- sammenarbeit mit einem professionellen Energiedienstleister für Verwalter vieles erleichtern. Denn hier gibt es von der Planung über die Errichtung bis zum Anla- genbetrieb alles aus einer Hand. Darüber hinaus kann auf diese Weise auch die Er- neuerung der Heizungsanlage ermöglicht werden, ohne die Rücklagen der Woh- nungseigentümer zu belasten. Eine Alternative, die sich auszahlen kann Für Eigentümer und Immobilienverwal- ter kann es durchaus sinnvoll sein, auch das Wärme-Contracting in Erwägung zu ziehen. Das lässt sich beispielsweise so gestalten, dass ein Energiedienstleister (Contractor) die neue Heizungsanlage auf eigenes Risiko und eigene Kosten instal- liert und in der Folge auch Betrieb, War- tung und Instandhaltung übernimmt. Aus dieser Anlage versorgt der Dienstleister die Liegenschaft mit Wärme und stellt im Die Zusammenarbeit mit einem professionellenEnergiedienstleister kann für Verwalter vieles erleichtern. Gegenzug einen Grundpreis sowie einen Arbeitspreis für die gelieferte Wärme (un- ter Umständen auch einen zusätzlichen Messpreis) in Rechnung. Die Kosten für die gewerbliche Wärmelieferung können gemäß dem seit Mitte 2013 geltenden § 556c BGB auf die Mieter umgelegt wer- den, wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind. Dazu zählt neben der Effizienzsteige- rung auch die Kostenneutralität für Mie- ter. So vermeiden die Eigentümer hohe Investitionskosten, schonen ihre Liquidität und erhalten eine moderne Anlagentech- nik mit Effizienzvorteilen. Die dadurch eingesparten Mittel lassen sich für weitere Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnah- men verwenden. Darüber hinaus sorgt eine Contracting-Lösung dafür, dass die Heizungsanlage technisch so effizient wie möglich betrieben wird. Das führt zu ei- nem geringeren Verbrauch und somit zu einer geringeren Abhängigkeit von den steigenden Energiepreisen in der Zukunft. In Liegenschaften mit zentraler Warm- wasserbereitung sind Blockheizkraftwerke eine interessante Versorgungslösung. Hier wird zusätzlich zur Wärme auch Strom produziert. Das ist besonders effizient im Vergleich zur getrennten Wärme- und Stromerzeugung. Außerdem kann der Strom zu günstigen Konditionen von den Bewohnern genutzt werden. Für Immobilienverwalter ist die Zusam- menarbeit mit einem professionellen Energiedienstleister schon deshalb von Vorteil, weil sie zum deutlich geringeren Koordinationsaufwand auch einen ver- antwortlichen Ansprechpartner für die Bewirtschaftung der Heizungsanlage ha- ben – EnEV-konform, energieeffizient und zuverlässig im Betrieb.

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