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DDIV 03_2015

18 DDIVaktuell 03|15 TITELTHEMA K Der Autor PETER CORELL Leiter Produktmarketing Contracting, Techem Energy Services GmbH Der Alte muss raus! Vielen Heizkesseln schlägt laut EnEV in diesem Jahr das letzte Stündchen. Dann steht die Heizungssanierung an. Wie man sie angeht, und welche Alternativen es gibt. Knapp ein Drittel des Energiever- brauchs in Deutschland entfällt auf Wohn- gebäude. Davon werden fast 90 Prozent zum Heizen der Räume und für die Er- wärmung von Wasser benötigt. Das zeigt, wie wichtig es vor dem Hintergrund des Energieverbrauchs ist, dass Heizanla- gen effizient arbeiten. Daher hat auch der Gesetzgeber eine Austauschpflicht für alte Heizkessel eingeführt. Mit einer Modernisierung lässt sich nachhaltig der Verbrauch reduzieren, was in der Folge zu einer Einsparung der Heizkosten von bis zu 30 Prozent führen kann. Allerdings geht eine Sanierung auch mit hohen In- vestitionskosten einher. Das sagt die EnEV Die neue Energiesparverordnung legt fest, dass Heizkessel für Erdgas, Flüssiggas oder Heizöl, die älter als 30 Jahre sind und eine Leistung zwischen 4 und 400kW haben, ausgetauscht werden müssen. Ausgenom- men hiervon sind nur Niedertempera- tur- und Brennwertkessel. Das ist faktisch ein Betriebsverbot für alle Konstanttem- peraturkessel, die älter als 30 Jahre sind. Davon betroffen sind geschätzt mehr als eine Million Heizungsanlagen. Ein Verstoß gegen die Nachrüstpflicht kann mit Buß- geldern bis zu 50.000 Euro belegt werden. Darüber hinaus unterliegen die Heizungs- anlagen regelmäßigen Kontrollen durch die Bezirksschornsteinfeger, so dass es sich empfiehlt, den Austausch fristgerecht durchzuführen. Damit einer Heizungssanierung nichts im Wege steht, gilt es folgende Punkte zu beachten: ■ Rechtzeitig mit der Sanierung beginnen: Ist der Heizkessel erst einmal so reparaturbedürftig, dass er komplett ausfällt, fehlt oftmals die notwendige Zeit, um aus Sicht der Effizienz und Wirtschaftlichkeit das beste Versorgungskonzept zu finden. Somit bleiben Chancen ungenutzt, Einsparpotenziale beim Energieverbrauch zur realisieren. ■ Umfassende Bestandsaufnahme: Der Verbrauch und die Kosten der letzten drei Jahre sollten genau analysiert und bewertet werden. Dabei sind alle Sanierungsmaßnah- men zu berücksichtigen, die seit dem Einbau der aktuellen Hei- zungsanlage durchgeführt wurden (z.B. Fassadendämmung, neue Fenster, neues Dach). ■ Den alten Kessel einfach nur gegen einen gleichartigen neuer Bauart auszutauschen, erweist sich oft als der falsche Weg: Viele Heizkes- sel in deutschen Wohnhäusern wurden eingebaut, als die Ener- Durch eine Modernisierung der Heizungsanlage lassen sich enorme Einsparpotenziale erschließen

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