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DDIV 03_2015

POLITIK & AKTUELLES 12  DDIVaktuell 03 | 15 Nachfrage-Boom bei Eigentum Deutlich mehr Baugenehmigungen in 2014 DDIV sucht die Besten der Branche. Der Neubau von Eigentumswohnungen wächst stärker als alle anderen Eigentumsformen in Deutschland: Über 72 000 neue Wohnungen wurden in diesem Segment ge- nehmigt, 8,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dagegen stieg die Zahl aller Baugenehmigungen gegenüber 2014 um 5,4 Prozent, so das Statistische Bundesamt. Mit knapp 14 500 Wohnungen mehr als im Vorjahr setzt sich zwar der 2010 begonnene Aufwärtstrend fort, verliert aber etwas an Dynamik. Die Gründe hierfür könnten sowohl in mangelnden Anreizen wie erhöhten steuerlichen Abschreibungsmöglich- keiten für Bauherren zu suchen sein, als als auch in steigen- den Anforderungen an Neubauten. Zudem wird vielerorts das Bauland knapp. Aktuellen Zahlen zufolge können sich rund 37 Prozent der heutigen Mieter Wohneigentum leisten. Eine Ausweisung von zusätzlichem Bauland durch Städte und Ge- meinden könnte vor allem in Großstädten, Ballungsgebieten und Universitätsstädten die Lage auf dem Mietwohnungs- markt entspannen. Zur Entwicklung der Baugenehmigungen: 2014 wurde in Deutschland der Bau von 285 000 Wohnun- gen genehmigt, 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr, mit steti- gem Aufwärtstrend seit 2010. Vor allem Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern nehmen zu, davon 56 Prozent für Eigentumswohnungen. Die Zahlen für Ein- und Zweifamilienhäuser entwickeln sich dagegen rückläufig. Ausgezeichnete Leistung wird auch in die- sem Jahr wieder prämiert. Bis zum 24. Juli 2015 läuft die Bewerbungsfrist für Anwärter auf den Immobilienverwalter des Jahres und die Nach- wuchsStars, die im Rahmen des 23. Deutschen Verwaltertags auf großer Bühne festlich geehrt ­werden. Für gestandene Verwaltungsunternehmen geht es dabei um herausragende Konzepte zur Kundenge- winnung und nachhaltigen Kundenbindung, beim beruflichen Nachwuchs um Bestnoten – allerdings mit einer Neuerung: Nicht mehr ausschließlich die besten Auszubildenden eines Jahrgangs der DIHK werden prämiert, sondern die Besten aus den Rei- hen der Mitglieder in den DDIV-Landesverbänden. Bewerben können sich Auszubildende, die im vergangenen oder in diesem Jahr ihre Prüfung mit Bestnoten bestanden haben. Auch Ausbilder in den Mitgliedsunternehmen können aktiv werden und die Bewerbung für den Stolz ihres Hauses einrei- chen. Weitere Informationen und die Bewerbungs- unterlagen gibt es online: www.immobilienverwalter-des-jahres.de Jetzt bewerben! Mehr Fördergeld für kleine KWK-Anlagen Novellierte Richtlinie setzt Maßnahme aus dem Aktionsprogramm Klimaschutz um. Mit Beginn des Jahres wurde die Ba- sisförderung für KWK-Anlagen im kleinen Leistungsbereich (bis 20 KWel) verbessert, eine Bonusförderung für besonders effizi- ente Mini-KWK-Anlagen eingeführt und die Anwendung der Richtlinie vereinfacht. Die Fördersätze für kleinere neuerrichte- te Anlagen werden angehoben, um die Wirtschaftlichkeit im kleinsten Leistungs- segment zu optimieren. Zudem gibt es künftig eine Bonusförderung „Wärmeef- fizienz“ (+ 25 Prozent). 20 KW elektrisch entspricht in etwa dem Energiebedarf einer Wohnanlage mit 20 – 30 Wohn- einheiten. Eine weitere Bonusförderung „Stromeffizienz“ (+ 60 Prozent) wird Im- pulse zur beschleunigten Markteinfüh- rung von Anlagen mit besonders hoher Stromeffizienz, z. B. Brennstoffzellen, auslösen. So erhöht sich beispielsweise die Förderung für eine besonders effizi- ente Anlage mit 1 Kilowatt elektrischer Leistung von 1.500 auf 3.515 Euro. För- deranträge können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingereicht werden. Antragsberechtigt sind auch WEGs. Den Antrag stellen kön- nen Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstückes, auf dem die Anlage er- richtet werden soll, oder ein beauftragtes Energiedienstleistungsunternehmen (Con- tractor). Sofern der Antrag nicht vom ­Eigentümer/Pächter oder Mieter gestellt wird, sondern z. B. vom Verwalter, ist eine Vollmacht erforderlich. Weiterhin unklar ist die steuerliche Be- handlung von KWK-Anlagen bei Nutzung der erzeugten Energie durch Eigentümer und Mieter. Nach Auffassung des DDIV stellt die Umsatzsteuerpflicht für Strom- lieferungen aus KWK-Anlagen an Eigentü- mer und Mieter einer Eigentumswohnung eine Unausgewogenheit dar, die Investitio- nen in innovative Technologien ausbremst.

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