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POLITIK & AKTUELLES 4 DDIVaktuell 03|14 Foto:©Bundesregierung/SandraSteins Nach gut 100 Tagen im Amt Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks hat bereits einige Projekte angestoßen. Im Interview stellt sie sich den Fragen von DDIVaktuell. Interview: Martin Kaßler Den Verbraucherschutz beim Wohnen zu erhöhen, ist ein Anliegen der neuen Bundesregierung. Geplant sind u. a. die Einführung einer Mietpreisbremse und Änderungen im Maklerrecht. Erste Vorschlä- ge dazu präsentierte bereits Mitte März das Justizministerium. Zudem verspricht der Koalitionsvertrag ein „Bündnis für bezahl- bares Wohnen und Bauen“ sowie mehr Qualität in der Immobilienverwaltung und einen erhöhten Schutz für die Eigentümer. Nach 100 Tagen Amtszeit zieht Bundesmi- nisterin Barbara Hendricks eine erste Bilanz. Im Interview mit DDIVaktuell wirbt sie für eine stärkere Investitionstätigkeit, eine Wie- derbelebung des Sozialen Wohnungsbaus und einen ausgewogenen Wohnungsmarkt. Gleichzeitig enttäuscht sie private Woh- nungseigentümer: Die Kritik in Bezug auf steigenden Kostendruck oder gar Investiti- onshemmnisse ist ihrer Meinung nach un- begründet. Auch die Forderungen des DDIV nach einer Sondervergütung für qualifizierte Verwalter bei der Betreuung von energeti- schen Sanierungsmaßnahmen lehnt sie ab.. Frau Ministerin, Sie leiten seit wenigen Wochen ein Umweltministerium, was um den Bereich Bau erweitert wurde. Was waren die Beweggründe für diese „Neu- sortierung“ und was versprechen Sie sich davon? Wenn wir Umwelt und Bauen zusam- men denken, können wir viele Synergi- en nutzen. Das gilt sowohl für Regionen, Gemeinden und städtische Quartiere als auch für einzelne Gebäude. Die energeti- sche Stadtsanierung zum Beispiel schützt das Klima und verbessert gleichzeitig die Lebensqualität der Anwohner. Oder das Thema Grünflächen: Mehr Grün in der Stadt ist wichtig für die Naherholung, aber auch für das Mikroklima. Zugleich bietet es wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen und hilft damit dem Na- turschutz. Ein anderes Beispiel: Ich will dafür sorgen, dass der Flächenverbrauch in Deutschland sinkt. Als Umwelt- und Bauministerin habe ich da ganz andere Möglichkeiten als meine Vorgänger, die sich häufig mit ihren jeweiligen Minister- kollegen streiten mussten. Im Koalitionsvertrag wirbt die Bundesre- gierung für gutes und bezahlbares Wohnen durch Stärkung der Investitionstätigkeit im Wohnungsbau und bei der energetischen Gebäudesanierung. Zugleich wirken die ge- plante Mietpreisbremse und eine befristete Modernisierungsumlage für Eigentümer und Bauherren unattraktiv. Wie soll dieser Spagat geschafft werden? Wir haben im Koalitionsvertrag ein Ge- samtpaket mit einem wohnungspolitischen Dreiklang aus einer Stärkung der Investi- tionstätigkeit, einer Wiederbelebung des Sozialen Wohnungsbaus und einer ausgewo- genen mietrechtlichen und sozialpolitischen Flankierung geschnürt. Alle Maßnahmen werden wir in einem Aktionsprogramm zur Belebung des Wohnungsbaus und der ener- getischen Gebäudesanierung zusammenfas- sen. Die Sicherung bezahlbarer Mieten ist ein zentraler Baustein. In den stark nachge- fragten Quartieren unserer Städte beobach-

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