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GEBÄUDE & TECHNIK 40 DDIVaktuell 03|14 Der Autor ANDREAS LUTZENBERGER Der Geschäftsführer der mobiheat GmbH ist einer von zwei Gründern des Unternehmens, das seit dem Jahr 2004 mobile Heizzentralen produziert und mit Komplettservice anbietet. www.mobiheat.de Mobile Heizzentrale löst Probleme bei der Estrichaufheizung Flächenheizungen sind ein weitverbreitetes Heizungssystem. Der Einbau erfolgt in Estrich in Nassbauweise. Hier kann die Trocknung zur Herausforderung werden, wenn die vorgesehenen Heizungsanlagen noch nicht angeschlossen oder für die Estrichtrockung nicht geeignet sind. Mobile Heizzentralen schaffen Abhilfe. Ein Projektbericht aus Regensburg. Flächenheizungen zählen heutzu- tage zu den bevorzugten Heizsystemen in Neubauten. Gründe dafür sind nied- rige Systemtemperaturen und die Kom- binationsmöglichkeiten mit alternativen Heizkonzepten, beispielsweise einer Wär- mepumpe. Zugleich wird bei der Verwen- dung dieser Heizsysteme die Basis für die Einstufung als Niedrigenergie-, Nullener- gie- oder Plusenergiehaus geschaffen. Ar- gumente, die auch die Stadt Regensburg überzeugten. Beim Neubau eines Kinder- hauses setzte man daher auf eine Variante mit Fußbodenheizung und Wärmepumpe. Als Teil des Energiekonzepts trägt das Sys- tem dazu bei, dass das Gebäude den Stan- dard eines Nullenergiehauses erreicht. Nach dem Einbringen des für Flächen- heizungen erforderlichen Estrichsystems in Nassbauweise muss dieses gemäß DIN EN 1264-4 durch Funktionsheizen getrocknet werden. Anschließend folgt das Belegreifheizen, damit der Bodenbe- lag aufgebracht werden kann. Die Heizvor- gänge unterscheiden sich im Ablauf sowie im Zweck. Beim Funktionsheizen wird überschüssiges Wasser aus dem Estrich entfernt. Nach DIN EN 1264-4 besteht der Zweck dieser Heizart in erster Linie darin, ein mangel- freies Werk nachzuweisen. Begonnen wird mit dem Funktionsheizen am Ende der Liegezeit des Estrichs, in der Regel nach 21 Tagen, beziehungsweise bei Calcium- sulfat-Estrichen nach sieben Tagen. Der Heizbetrieb erfolgt über einen Zeitraum von mindestens drei Tagen bei einer Vor- lauftemperatur von 25 Grad. Im Anschluss erhitzt man den Boden mindestens vier Tage auf maximaler Auslegungstemperatur. Damit der Estrich bereit für den Bodenbe- lag ist, wird das Belegreifheizen angewandt. Der Vorgang folgt idealerweise direkt im Anschluss an das Funktionsheizen und unterschiedet sich vor allem im Aufheiz- vorgang. Die Temperatur wird über einen Zeitraum von mindestens vier Tagen lang- sam angehoben, die Heizung soll in dieser Zeit nicht abgeschaltet werden. Ab dem fünften Tag kann die Estrichfeuchte ge- messen werden. Die maximale Feuchtigkeit darf bei Zementestrich 1,8 Prozent, bei Calciumsulfatestrich 0,3 Prozent betragen. 1

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