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Was sollte aber nun der Anspruch an eine solche schnell verfügbare und vollstän- dige Schadenerstbearbeitung sein und was zeichnet sie aus? Professionelle, kun- denorientierte Schadenerstbearbeitung beginnt mit einer schadenvermeidenden oder schadenminimierenden Ortung der Schadenursache mit Hilfe alternativer technischer Verfahren durch versierte, er- fahrene Spezialisten. Diese verfügen über ein entsprechend vollständig ausgerüste- tes Messfahrzeug, das die Eingrenzung und Bestimmung der Schadenursache zweifelsfrei ermöglicht. Mit der Identifizierung der Schadenursa- che ist es aber nicht getan. Fliesen sollten möglichst zerstörungsfrei entnommen werden, und die Schadenstelle ist zu öff- nen. Über eine Notfallreparatur sollte eine schnelle Wiederherstellung der Funktiona- litäten des Leitungsnetzes erfolgen. Im An- schluss ist der Schaden verbal und visuell eindeutig zu erfassen und zu dokumen- tieren. Eine optionale erweiterte Scha- denaufnahme (ESA) hält das Schadenbild in seiner konkreten Ausdehnung und seinen bauphysikalischen Gegebenheiten detailliert fest und bestimmt die erfor- derlichen Nachgewerke. Erfolgt die Scha- denerfassung durch von Nachgewerken unabhängige Spezialisten, werden Interes- senkonflikte zwischen Schadenerfassung und Nachgewerken ausgeschlossen. Eine professionelle und vollständige Scha- denerstbearbeitung ist Spezialisten-Arbeit. Sie sollte von Nachgewerken unabhängig erfolgen. Ist ein Schaden erst einmal auf diese Weise von einem dynamischen in einen statischen Zustand überführt und doku- mentiert, entspannt dies erfahrungsge- mäß alle beteiligten Personen ungemein. Eine geordnete, weniger zeitkritische Schadenbeseitigung kann beginnen. Steht für die Schadenbeseitigung eine ESA zur Verfügung, so ist dies die beste Grundla- ge für die Bestimmung der zur Schaden- beseitigung erforderlichen Gewerke in Quantität und Ausführungsqualität. Diese können in Einzelvergabe nach Gewerken beauftragt oder von einem sog. „Alles aus einer Hand-Anbieter“ – in der Regel von entsprechend aufgestellten Trocknern und Sanierern – übernommen werden. Auf Wunsch kann die Schadenerstbear- beitung wesentliche Teile des Schnitt- stellen-Managements zu Nachgewerken übernehmen. Hier geht es dann insbeson- dere um das Briefing der Nachgewerke auf Basis der Erkenntnisse des ersten Ex- perten am Schadenort. Grundlage für die Dienstleister-Auswahl wären die vom Auf- traggeber vorgegebenen bzw. gelisteten Dienstleistungspartner. Die Qualität und Zuverlässigkeit externer Dienstleister muss die Reputation und die Kompetenzeinschätzung des Auftraggebers stützen und bestätigen. Die Wahrung der Interessen von Haus- besitzern und Mietern, aber auch von Verwaltern und Ihren jeweiligen Gebäu- deversicherungen erfordern ein aufwands- und kostenoptimales Schadenmanagement, das eigene personelle Ressourcen soweit wie möglich schont, dennoch professionell höchsten Ansprüchen genügt. Letztendlich geht es auch darum, dass Qualität, Effizienz und Zuverlässigkeit externer Dienstleister die positive Einschätzung des Auftraggebers durch seine Kunden nachhaltig und dauer- haft unterstützen. Tipp: Interessenkonflikte zwischen Schaden- erfassung und Nachgewerken vermeiden.

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