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GEBÄUDE & TECHNIK 34 DDIVaktuell 03|14 Die Autorin ANDREA HUSS Die Architektin ist Sachverständige für die Energieeinsparverordnung. Ihr Ingenieur-Büro Archi.Net Ingenieur Service hat sich auf die energetische Sanierung von Gebäudehülle und Haustechnik für Wohnen, Gewerbe und öffentliche Bauten in Bayern spezialisiert. www.archi-net.info Wasser marsch! Zur Reinigung und Desinfektion von Trinkwasseranlagen bei Kontaminationsbefunden che mechanische Hilfsmittel sollten gerade im Altbau nur sehr selten in Frage kom- men, weil alte Leitungssysteme zu sehr geschädigt werden würden. Wie geht man vor? Die Reinigung erfolgt in Fließrichtung, beginnend bei der Hauseinführung bzw. der Warmwasserbereitung, strangwei- se. Dabei werden Verunreinigungen und „Legionellen-Nester“ mobilisiert und aus- gespült. Entscheidend für den Erfolg ist ein ausreichender Volumenstrom im System, mit einer Geschwindigkeit von mindestens 2m/sek. Dafür muss der größte Leitungs- querschnitt und die entsprechende Zahl der gleichzeitig zu öffnenden Entnahme- stellen ermittelt werden. Der Vorgang der Reinigung muss ein- schließlich des Ergebnisses dokumentiert werden. Nach ihrem Abschluss dürfen die Warmwassertemperaturen im gesamten System nicht unter 55 Grad Celsius fallen. Nun lassen sich manche Teile der Trinkwas- seranlage nicht ausreichend reinigen und sollten daher in diesem Zusammenhang unbedingt ausgetauscht werden. Zu ihnen gehören beispielsweise Ausdehnungsgefä- ße, Strahlregler und Duschschläuche. Nur in Einzelfällen: die Desinfektion Eine chemische Reinigung kommt in Mehr- familienhäusern kaum in Betracht, weil das Risiko einer dauerhaften Schädigung der Metalle in der Trinkwasseranlage sehr hoch denden Einheiten pro 100 ml. Verbreitet sind dabei die beiden folgenden Szenarien: 1. Bei einem System mit 20 Strängen liegen drei kontaminierte Stellen endständig vor: Es handelt sich sehr wahrscheinlich um einen lokalen Befund, der eine gründli- che und fachgerechte Spülung und nochmalige Beprobung erfordert. 2. Bei einem System mit 20 Strän- gen liegen zehn kontaminierte Stellen, auch in der Zirkulation und Warmwasserbereitung, vor: Hier ist ein Problem im System sehr wahrscheinlich, das eine Gefährdungsanalyse sowie die Reinigung und Desinfektion der Trinkwasseranlage erfordert. Diese Arbeiten sind im DVGW Arbeitsblatt W557 geregelt. Das ist zu tun: Reinigung und Spülung Die Reinigung setzt eine genaue Kennt- nis des Strangschemas der Anlage und eine geplante Durchführung voraus. Der nötige Zugang zu den Wohnungen muss ermöglicht werden, und darüber hinaus sollten die Bewohner über die Dauer der Maßnahme und die damit verbundenen Beeinträchtigungen informiert werden. Während der Reinigung können sie die Anlage nur eingeschränkt nutzen. Die Reinigung selbst erfolgt mit Wasser oder einem Wasser-Luftgemisch. Zusätzli- Foto:©djem/Shutterstock.com In der letzten Ausgabe ging es um die Be- funde, die im Rahmen der Trinkwasserver- ordnung bei der Beprobung auf Legionellen erstellt wurden. Teil 2 widmet sich den zu ergreifenden Maßnahmen, die die Hygiene und einwandfreie Qualität des Trinkwassers wieder herstellen und dauerhaft sichern. Aus den bekannten Befunden ergeben sich sehr häufig mittlere Kontaminationen der Kategorie 2 mit 100 bis 1 000 Kolonie bil-

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