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GEBÄUDE & TECHNIK 32 DDIVaktuell 03|14 Der Autor FRIEDEMANN KUPPLER Der Leiter Verbände & Fach- presse ist beim Hamburger Messdienstleister Kalo tätig. www.kalo.de Unter Großanlagen versteht der Gesetzgeber alle zentralen Warmwasser- installationen mit mehr als 400 Liter Spei- chervolumen oder Warmwasserleitungen mit mehr als drei Liter Inhalt zwischen dem Ausgang des Trinkwasserspeichers und der am weitesten entfernten Zapfstelle. Die letzte Verordnungsnovellierung, die Ende 2012 erlassen wurde, bringt mehr Ver- antwortung und damit ein größeres Haf- tungsrisiko mit sich, da Eigentümer und Verwalter die notwendigen Arbeiten an Seit Fristablauf drohen Bußgelder von bis zu 25.000 Euro von Legionellen befallenen Anlagen eigen- verantwortlich organisieren müssen. Tre- ten in Anlagen, die noch nicht untersucht wurden, Krankheiten oder Todesfälle auf, die auf Legionellenbefall zurückzuführen sind, liegt zudem ein Haftungsproblem vor, das straf- und zivilrechtliche Konsequen- zen haben kann. Schnelles Handeln erforderlich Wichtig ist, die für die Probeentnahme notwendigen Voraussetzungen unverzüg- lich zu schaffen. Dazu gehört der Einbau von Ventilen. Das kann bei größeren Im- mobilienbeständen bis zu drei Monate dauern und sollte deshalb umgehend beauftragt werden. Zahlreiche Eigentü- mer und Verwalter haben den Ablauf der Frist verpasst und erkennen erst jetzt die Notwendigkeit, schnell zu handeln. Seit Ablauf der Beprobungsfrist gehen bei- spielsweise bei Kalo täglich Aufträge für über 200 Erstbeprobungen zur Trinkwas- seruntersuchung ein. Ist eine Wohnanlage kontaminiert, müssen Vermieter sofort alle erforderlichen Maß- nahmen einleiten. Weil es schwierig ist, im Ernstfall unter Zeitdruck einen Fachkundi- gen zu finden, der sich sofort um die An- gelegenheit kümmert, empfiehlt es sich, Messdienstleister zu beauftragen, die die Gefährdungsanalyse bundesweit anbieten. So lassen sich auftretende Probleme aus einer Hand schnell beheben. Rund zehn Prozent der untersuchten Bestände sind betroffen. Auf Basis der vom Hamburger Messdienst- leister Kalo bundesweit 150000 entnom- menen Trinkwasserproben wurde bei zehn Prozent der Prüfungen eine Über- schreitung des Grenzwertes festgestellt, die eine Einleitung weiterer Maßnahmen erfordert. Meist liegen die Werte im ge- ring belasteten Bereich: Drei Viertel der kontaminierten Proben weisen zwischen 101 und 1000 Kolonie bildende Einheiten (KBE) pro 100ml auf. Vor der Änderung der Trinkwasserverordnung im Jahr 2011 galten diese Werte noch als unbedenklich. Meist lassen sie sich durch richtige Tem- peratureinstellungen am Warmwasserspei- cher oder den hydraulischen Abgleich der Voraussetzungen für die Probenentnahme an Anlagen rechtzeitig schaffen. Foto:©RainerSturm/Pixelio.de Die geltende Trinkwasserverordnung schreibt vor, dass alle Großanlagen erstmalig bis 31.12.2013 auf Legionellen zu prüfen gewesen wären. Eigentümern und Verwaltern, die diese Frist versäumt haben, drohen Bußgelder. Kommt es in Anlagen, die noch nicht untersucht wurden, zu Krankheiten oder Todesfällen, liegt außerdem ein Haftungsproblem vor. prüfung Trinkwasser-

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