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ddiv_03_2014_opti_pa1b

auch wenn die Landesbauordnung Aus- nahmen zulässt, mindestens die Qualität „schwer entflammbar“ zur Ausführung kommen. Befestigung und Standsicherheit Im Fachjargon bedeutet „Standsicherheit“, dass die Gefahr von herunterstürzenden WDVS-Bauteilen eliminiert wird. Wie zu- vor angedeutet, müssen die einzelnen Sys- temlagen in sich und zur Nachbarlage eine Mindestfestigkeit aufweisen. Wenn man im Labor Kräfte an ein WDVS anlegt, die über die Anforderungen (inkl. der hohen Sicherheitsbeiwerte) des Systems hinaus- gehen, reißt das schwächste Glied in der Kette (i.d.R. die Dämmplatte). Wenn man sich dies vor Augen führt und die Kräfte kennt, die auf eine Fassadendämmung einwirken, erklä- ren sich die hohen Anforderungen an Verklebung und Verdübelung nahe- zu von selbst. Die einwirkende Hauptkraft auf ein WDVS mit Putzbeschichtung ist nicht das Eigenwicht bzw. die Erdanziehung, sondern der Wind. Da die sogenannte Windsogkraft insbe- sondere an den Gebäudeecken auftritt, besteht die Notwendigkeit, dass man bei erforderlicher Verdübelung mehr Dübel im Randbereich der Fassade setzen muss als in der Fläche abseits der Ecken. Darü- ber hinaus nimmt die Anzahl der Dübel mit steigender Gebäudehöhe zu, da dort auch höhere Windgeschwindigkeiten herr- schen. In aller Regel müssen gedübelte Systeme auch verklebt werden. Dies erklärt sich aus den Eigenschaften der für den Wind- sog optimierten Tellerdübel und aus sta- tischen Betrachtungen zur Lastverteilung. Wann aber kann nur geklebt und auf Dü- bel verzichtet werden? Dazu müssen zwei Voraussetzungen vorliegen. Das schwächs- te Glied in der Kette der WDVS-Schichten muss eine Mindestfestigkeit aufweisen, die den jeweiligen Windsogkräften standhält. Bei Steinwolleplatten ist dies nicht der Fall, sie müssen immer gedübelt werden. Bei Polystyrol und so genannten Steinla- mellenplatten kommt prinzipiell eine reine Verklebung in Frage. Dies ist jedoch nur möglich, wenn eine ausreichende Haf- tung zwischen Kleber und Untergrund erreicht werden kann. Im Neubau meist kein Problem, bei Renovierungen heißt es dagegen kleben und dübeln oder die Mindest-Haftzugswerte zum Untergrund messtechnisch zu belegen. Im konkreten Fall ist die Bemessung der baurechtlich geforderten Ver- dübelung eine planerische Auf- gabe auf Basis der Angaben zur Standsicherheit des verwendeten Systems und der ob- jektspezifischen Gegebenheiten unter Berücksichtigung von Gebäudegeomet- rie, Windlastzone, etc. Die Verbreitung der Systeme In Deutschland werden für die Dämmung von Massivbaufassaden aus Mauerwerk oder Beton zu über 95 Prozent Dämm- platten aus Polystrol (EPS) oder Stein- wolle verwendet. Polystyrol zeichnet sich durch gute Dämmwerte, hervorragende Verarbeitungseigenschaften und ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis aus. Stein- wolle kommt überwiegend bei Gebäuden mit höchsten Brandschutzanforderungen zum Einsatz. Ihr Marktanteil ist in den letzten zwei Jahren von 12 auf 15 Prozent gestiegen. Interessant ist hier auch der Blick auf weitere Dämmstoffe: So genannte Hoch- leistungsdämmstoffe sind derzeit eine dynamisch wachsende Gruppe mit einem Marktanteil von mittlerweile über 2 Pro- zent. Die starke Nachfrage begründet sich mit der geringeren Materialstärke. Schlan- ke Sandwichaufbauten auf Basis von Poly- urethan und Phenolharz rechtfertigen oft Mehrkosten von mindestens 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Dämmsyste- men durch Wohnraumgewinn, geringere Ausladungen der Details und weil sie in der Regel keine Verlängerung des Dach- überstandes erfordern. Die zweite Kategorie bilden ökologische Dämmstoffe mit einem momentanen Marktanteil von knapp 1 Prozent. Auf- grund des wachsenden ökologischen Be- wusstseins und der damit einhergehenden steigenden Bedeutung von natürlichen Ressourcen ist auch zukünftig von einer stärkeren Nachfrage nach ökologischen Dämmstoffen auszugehen. Aktuell haben Dämmplatten aus Mineralschaum und Holzfaser mit ca. 90 Prozent hier den größten Anteil. Es gibt jedoch bereits neue Entwicklungen aus schädlingsresistenten und mechanisch hervorragend geeigneten nachwachsenden Rohstoffen, z.B. auf Basis von Hanf. Hochleistungsdämmstoff S 024 und konven- tionelle EPS-Qualitäten (Dickenvergleich) Brandschutz ist ein wichtiges Kriterium. TRINKWASSERLEITUNGEN ZERSTÖRUNGSFREI SANIEREN TRINKWASSERLEITUNGEN DURCH SPÜLUNG REINIGEN TRINKWASSERLEITUNGEN IM BESTAND ERNEUERN Bundesweite Hotline: 0800 2799700 ddiv@canexx.eu Herr Ingo Burreh Wir beraten kompetent, planen fachgerecht und setzen aus einer Hand erfolgreich um.

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