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IM BLICKPUNKT 16 DDIVaktuell 03|14 Energieträgers fast vollständig genutzt, weil das System dem Abgas die Wärme entzieht und so nutzbar macht. Brennwert- kessel erreichen Nutzungsgrade zwischen 96 und 99 Prozent. Durch das fast vollstän- dige Ausnutzen des Brennstoffs spart ein Brennwert- gegenüber einem Niedertem- peraturkessel in der Regel zwischen 10 und 15 Prozent. 2013 waren 76 Prozent aller neuen Wärmeerzeuger Brennwertgeräte. Hinweise auf die weitere Entwicklung ge- ben auch die Zahlen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Bei den KfW-geför- derten Modernisierungen liegt Erdgas mit 67 Prozent aller neuen Hauptwärmeerzeu- ger vor Heizöl (12 Prozent). Den dritten Platz nehmen mit 10 Prozent Biomasse-An- lagen ein, gefolgt von elektrischen Wärme- pumpen (4 Prozent). Blockheizkraftwerken (3 Prozent) und Fernwärme (2 Prozent). Die Heizsysteme im Überblick Gasheizungsanlagen mit Brennwerttech- nik sind effizient, ausgereift, langlebig und lassen sich sehr gut regeln. Solche Heizun- gen sind nicht zuletzt deshalb so beliebt, weil die Investitionskosten dafür relativ ge- ring sind und – anders als beim Öl – keine Lagerhaltung nötig ist. Der Energieträger Gas verbrennt umweltfreundlicher als Öl, allerdings ist er auch ein fossiler Rohstoff, bei dem sich der Wettbewerb zurzeit ent- wickelt. Gas-Niedertemperaturkessel sind in der Wohnungswirtschaft fast verdrängt. Nur als Gas-Etagenheizungen kommen sie in Mehrfamilienhäusern noch zum Einsatz. Gefördert werden kann die Moderni- sierung der Gasheizungsanlage über die KfW-Programme zur energieeffizienten Sanierung und Wohnraummodernisie- rung. In vielen Regionen bieten örtliche Energieversorger Förderungen an. Ölheizungen hinken der Entwicklung hin- terher. Zwar hat auch hier bei den heuti- gen Verkaufszahlen die Brennwerttechnik die Nase vorn, aber von den 5,8 Millionen Öl-Heizkesseln sind immer noch mehr als 5 Millionen Niedertemperatur- oder völ- lig veraltete Konstanttemperaturkessel. Wer hier modernisieren muss, sollte auf jeden Fall zu einem Brennwertgerät grei- fen. Weil die Verbrennung weniger sauber ist als beim Gas, muss der Kessel intensi- ver gereinigt und regelmäßig gewartet werden. Den Austausch einer alten Anlage fördert die KfW mit den Programmen zur energieeffizienten Sanierung und Wohn- raummodernisierung in der Kredit- und Zuschussvariante. Blockheizkraftwerke (BHKW) sind tech- nisch und finanziell sehr interessant. Die Anlagen produzieren nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) Wär- me und elektrischen Strom, der günstig an die Hausbewohner verkauft werden kann. Bisher wird die Technik aufgrund des komplizierten Steuerrechts und fehlen- der politischer Vorgaben nur zögerlich in Wohnungseigentumsanlagen eingesetzt. Noch vor wenigen Jahren war das BHKW nur ein Nischenprodukt, das von Spezial- herstellern wir Senertec und Whispergen angeboten wurde. Inzwischen führen alle Namhaften Hersteller wie Viessmann, Vaillant, Buderus (Bosch Thermotechnik), Wolf, Danfos verschiedene KWK-Geräte unterschiedlicher Leistungsklassen. Zwi- schen 2008 und 2013 hat sich nach Un- tersuchungen von BHKW-Consult die Zahl der angebotenen Geräte mehr als verdop- pelt. Im Jahr 2012 wurden fast 7000 Mini- oder Mikro-KWK-Geräte verkauft. Die Hälfte davon ist im Wohnbereich einge- setzt worden. Rund 30 Prozent aller ver- kauften BHKW sind Mikro-KWK-Geräte. Diese Zahl macht klar, dass die Technolo- gie auf dem Vormarsch ist. Mikro-BHKW produzieren zwischen 2,5 bis 20 kW elektrischer Leistung und werden in Mehrfamilienhäusern und kleineren Gewerbebetrieben eingesetzt. Mini-BHKW leisten 20 bis 50kW elektrisch und versorgen größere Wohnanlagen und kleine Nahwärmenetze. Im Vergleich aller gängigen Technologien nutzen Blockheiz- kraftwerke derzeit die eingesetzte Energie – meistens Gas – am besten. Dafür muss das BHKW möglichst lange Laufzeiten auf- weisen, was sehr hohe Investitions- und Wartungskosten verursacht. KWK-Anla- gen werden von der KfW über die Pro- gramme zur energieeffizienten Sanierung und Wohnraummodernisierung sowie das BAFA gefördert. Festbrennstoff-Feuerungsanlagen für Holzpellets oder Holzhackschnitzel sind in- teressant für Gebäude ab etwa 1000 Qua- dratmeter Wohnfläche. Experten rechnen in den kommenden Jahren mit Marktzu- 1 2 Noch werden BHKW wegen des komplizierten Steuerrechts und fehlender politischer Vorgaben nur zögerlich eingesetzt. Fotos:©elena-t,PaolikPhoto/Shutterstock.com

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