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03|14 DDIVaktuell 15 Der Heizungsmarkt wandelt sich Lange Zeit waren Gas und Öl die beherrschenden Energieträger. Langsam jedoch ändert sich der Markt und bietet auch in Wohnanlagen und Mehrfamilienhäusern interessante neue Möglichkeiten. Von Oliver Mertens Die deutsche Heizungsindustrie hat nach eigenen Angaben im Jahr 2013 ins- gesamt 686500 Wärmeerzeuger abgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 6 Prozent. Und das wird sich wohl so schnell nicht ändern. Nach einer Erhebung des Schornsteinfegerhandwerks sind rund 75 Prozent der 20,2 Millionen Wärmeer- zeuger in Deutschland ineffizient. Wegen der Langlebigkeit der Geräte und weil viele Eigentümer die Investition scheuen, werden bislang nicht mehr als 3 Prozent der Altgerä- te pro Jahr erneuert. Deshalb ist das Tempo, in dem sich die Heizungslandschaft verän- dert, eher gemächlich. Doch unverkennbar ist, dass der Markt sich wandelt. Die Trends Wie bereits seit Jahren legt der Brennstoff Gas weiter zu. Jeder zweite Wärmeerzeu- ger in Deutschland wird mit Erdgas befeu- ert. Ölgeräte hingegen stellen nur noch knapp 29 Prozent aller Anlagen, Tendenz weiter fallend. In Neubauten spielen Öl- brenner so gut wie gar keine Rolle mehr. Trotz der beherrschenden Stellung von Erdgas gibt es heute mehr technisch aus- gereifte Möglichkeiten denn je, ein Mehr- familienhaus zu beheizen. Das allerdings macht die Auswahl nicht einfacher. Bei der Heizungsmodernisierung wird zu- nehmend auf die dezentrale Versorgung mit Wärme gesetzt. Solche Lösungen kön- nen leichter an neue Versorgungssysteme angepasst werden. Willkommener Neben- effekt: Werden die Wärmetauscher in den einzelnen Wohnungen installiert, sinkt das Risiko eines Legionellenbefalls stark. Au- ßerdem reduzieren sich so die Warmwas- serzirkulationsverluste. Ein weiterer Trend ist das Monitoring. Die ständige Überwachung der Leistungsdaten einer Heizungsanlage sorgt für Transpa- renz. Was in Industrieanlagen längst gang und gäbe ist, hält langsam auch in der Wohnungswirtschaft Einzug. Der Preis- verfall bei den technischen Komponenten und überall verfügbares Internet machen das Monitoring möglich. Die heute gebräuchlichsten Systeme ar- beiten mit Brennwerttechnik, die es für die Energieträger Gas und Öl gibt. Die ist seit den frühen 90er Jahren Stand der Technik, jedoch inzwischen technisch ausgereizt. Verbesserungen gibt es nur noch bei der Regelung. Mit dem Brennwertverfahren wird der Energieinhalt – Brennwert – des Bei der Heizungsmodernisierung wird zunehmend auf die dezentrale Versorgung mit Wärme gesetzt. Foto:©linerpics/Shutterstock.com IM BLICKPUNKT

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