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03|14 DDIVaktuell 1 der Wonnemonat Mai steht vor der Tür, doch wir Immobilienverwal- ter können ihn in aller Regel nicht genießen. Wir haben Hochsaison und eilen von einer Eigentümerver- sammlung zur anderen. Leider. Ein paar einfache Änderungen würden uns das Leben enorm erleichtern: z.B. die SchaffungneuerBeschluss- kompetenzen für Eigentümer durch den Gesetzgeber oder auch eine redaktionelle Gesetzesänderung. Paradebeispiel hierfür ist §29 WEG. Wieso braucht jede Eigentümergemeinschaft zwangsläufig einen dreiköpfigen Beirat? Für das Sechsparteienhaus zuviel – für die große WEG mit mehreren hundert Wohnungen zu wenig. Würde im Gesetz stehen, „der Beirat besteht aus mindestens zwei Wohnungseigentümern“, wäre dies hilfreich. So könnte jede Gemeinschaft die für sie pas- sende Größe wählen. Das tut niemand weh, erleichtert das Leben in einer Gemeinschaft aber ungemein. Warum muss Wirtschaftsjahr gleich Kalenderjahr sein? Kann man die Lage des Wirtschaftsjahres nicht auch durch Beschluss definieren? Abrechnungszeiten würden sich im Verwaltungsbestand besser verteilen – das wäre angenehmer. Entsprechen Beschlüsse zur Kreditaufnahme ord- nungsgemäßer Verwaltung? Lange mussten wir auf eine Entscheidung des BGH warten. Eine Klarstellung des Gesetzgebers wäre vonnöten. Auch diese Frage kann man stellen: Passen die Auf- gaben und Befugnisse des §27 WEG heute noch zu den Anforderungen der Kunden an den Verwalter? Brauchten Verwalter nicht eine weitreichendere ge- setzliche Vollmacht – wie es z.B. die österreichische Gesetzgebung vorsieht? Das führt uns mitten ins Thema dieser Ausgabe: Energie! Wir beleuchten es wieder aus unterschiedlichen, span- nenden Blickwinkeln. Die Vollmacht des Verwalters beim Energieeinkauf ist nur einer davon. Auch die Vielfalt der Heizungssysteme und Brennstoffe beschäftigt uns, genau wie die Auswirkungen der Trinkwasserverordnung. Der Beruf des Immobilienverwalters ist so vielschichtig und interessant, dass uns die Themen nie ausgehen. Oft stehen wir eher vor der schwierigen Frage, welche wir aufgreifen. Wir könnten noch über so viel mehr be- richten. Interessant ist der Beruf, aber das hat sich lei- der noch nicht bei allen potenziellen Auszubildenden herumgesprochen. Deshalb müssen wir gemeinsam noch mehr für unser Tätigkeitsfeld werben. Gutes Fachpersonal zu finden, ist ohnehin schwer genug, und auf Dauer wird das nur gelingen, wenn die Ausbildungs- quote in den Immobilienverwaltungen prozentual steigt. In diesem Zusammenhang bereitet mir der Mindestlohn Sorge. Er sollte auch für Auszubildende über 18 Jahren gelten. Jüngere Menschen kann man aber in der Im- mobilienverwaltung kaum einsetzen. Ich selbst nehme gerne Umschüler, da sie schon einen weiteren Horizont besitzen. Doch schon während der Ausbildung den Min- destlohn zu zahlen, würde vielen Betrieben schwerfallen. Hier müssen wir als Verband ansetzen. Eine Herausfor- derung, die wir jedoch nicht scheuen. Wie Sie in Ihrem Unternehmen damit umgehen, können Sie uns übrigens bei der Ausschreibung zum Immobili- enverwalter des Jahres als eines von vielen möglichen Zukunftsthemen zeigen. Der Aufgabe, das Programm zum diesjährigen Deut- schen Verwaltertag in Berlin am 18./19. September zusammenzustellen, haben wir uns gerne angenommen. Ich glaube, wir bieten wieder eine fachliche Auswahl der besonderen Art – mit Themen, die das Vorausschauende unserer Plattform beweisen und Teilnehmern weit mehr bieten als Altbewährtes. Um unser aller Zukunft geht es – und was uns dabei erwartet. Es lohnt sich, dabei zu sein! Tanken Sie neues Wissen, tauschen Sie sich unter Kollegen aus – besuchen Sie die renommierteste Veran- staltung des Jahres: den 22. Deutschen Verwaltertag. Ihr Steffen Haase, Chefredakteur Was erschwert uns so oft den Alltag? Die alten Gemeinschaftsordnungen, die Eigentümern notwendige Beschlusskompetenzen nicht zuweisen. Liebe Leserinnen, liebe Leser, EDITORIAL Der aktuellen Ausgabe von DDIVaktuell liegen bei: Einladung zum 22. Deutschen Verwaltertag am 18./19. September, Berlin Ausschreibung Immobilienverwalter des Jahres 2014

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