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DDIV 03_2013

03 | 13  DDIVaktuell  7 N DDIV geht in den Wahlkampf- modus über Martin Kaßler „Die letzte sichere Form der Altersvorsorge steht auf dem Spiel“ Stephanie Benusch Noch sind es einige Monate bis zur Bun- destagswahl, aber der Countdown läuft bereits. Fast alle Kandidaten-Nominierun- gen sind abgeschlossen, und die Parteien stellen ihr „Bürgerprogramm“, „Wahlpro- gramm“ oder „Regierungsprogramm“ zu- sammen, um die Wählerschaft von sich zu überzeugen. Wie es letztlich ausgeht, vor allem aber was es für die Immobilien- und Verwalterwirtschaft bedeutet, wird man auf dem 21. Deutschen Verwaltertag am 26. September in Berlin wissen – vier Tage nach der Bundestagswahl. Im März hat der DDIV bereits alle relevan- ten Bundesparteien, deren Vorsitzende und Parteivorstände angeschrieben. Der Dach- verband lieferte hier ein allgemeines Bild der Verwalterwirtschaft  und beschrieb das Dreiecksverhältnis zwischen Wohneigen- tum, Altersvorsorge und Immobilienver- walter. Damit genau diese – seit 2001 durch den Gesetzgeber propagierte freiwillige – Altersvorsorge nicht eines Tages im Ber- muda-Dreieck verschwindet, hat der DDIV wiederholt fundiert und an zahlreichen Bei- spielen dargelegt, warum eine nächste Bun- desregierung Zugangsvoraussetzungen wie eine Versicherungspflicht oder Fach- und Sachkundenachweise für den Immobilien- verwalter einführen muss. Für den DDIV als Spitzenverband ist dieser erste Schritt der Auftakt zu weiteren Aktivitäten, um auch im Bundestagswahlkampf Gehör zu finden. Der DDIV stellt sicher, dass die Interessen von Ver- waltern und Wohnungseigentümern in der Politik berücksichtigt werden. In der Diskussion um die Wohnungs- politik in Deutschland stellt sich der DDIV gegen eine Begrenzung von Mieterhöhungen, eine Reduzierung der Modernisierungsumlage und zu- sätzliche Belastungen für Eigentümer. Zugleich mahnt der Spitzenverband Zugangsvoraussetzungen für Immo- bilienverwalter an. Der DDIV fordert eine sachlichere  und objektivere Diskussion um den Einsatz von Fördermaßnahmen zur Regulierung des Wohnungsmarkts. Anlässlich der Bundestagsdebatte über die Miet- und Wohnungspolitik in Deutschland stellt sich der Verband hinter die Besitzer von Eigentums- wohnungen, die mit 6,5 Millionen Wohneinheiten knapp 20 Prozent des gesamten Wohnungsbestands in Deutschland halten. Viele Eigentümer leiden seit Jahren unter starken Belas- tungen. Das schlägt sich vor allem im Wert der Immobilie nieder: 60 Pro- zent der Eigentümer erwirtschaften keinen Gewinn oder Wertzuwachs der Immobilie, zwischen 15 und 40 Prozent der Eigentümer fahren sogar regelmäßig Verluste ein. Neben erhöhten Grunderwerbsteuern stehen heute zudem viele Eigentümer vor kostspieligen Sanierungsmaßnah- men, die auf Grund der beschlosse- nen Energiewende notwendig sind. Die kontrovers diskutierte Deckelung von Mieten lehnt der DDIV daher ent- schieden ab. „Regierung und Opposi- tion sollten vielmehr ihr Augenmerk auf die große Gruppe der Wohnungs- eigentümer legen. Gerade die Ener- giewende wird viele Eigentümer vor finanzielle Probleme stellen. Wer ener- getisch saniert, muss viel Geld in die Hand nehmen. Wer nicht saniert, steht vor dem Problem des Wertverlustes. Wohnungseigentum in Deutschland ist kein Luxus, sondern Altersvorsor- ge. Diese letzte sichere Form der Al- tersvorsorge steht auf dem Spiel.“ so DDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler. Belastung der Eigentümer wäre kontraproduktiv Der DDIV hält die Vorschläge zu Mieterhöhungen und zur Begrenzung von Neuvertragsmieten oder Moder- nisierungsumlagen für eine zusätzliche Belastung der Wohnungseigentümer. Besonders vor dem Hintergrund, dass viele private Eigentümer Wohneigen- tum noch immer zur Altersvorsor- ge nutzen, wäre eine Belastung der Eigentümer kontraproduktiv. „Es ist richtig, wenn zum Beispiel die Erhö- hung des Wohngelds diskutiert wird, es ist aber falsch ein politisches Klima zu erzeugen, das Bürgerinnen und Bürger verunsichert, in Wohneigen- tum zu investieren“, sagt Kaßler. Zugleich mahnt der DDIV an, dass es bis heute keine geregelten Zugangs- voraussetzungen für die Tätigkeit des Immobilienverwalters gibt. Viele Ei- gentümer sind bereits mit den neuen Anforderungen am Immobilien- und Wohnungsmarkt überfordert. Oft fehlt dann die Kompetenz eines Verwalters, der neue Vorschriften und Gesetzgebungen vermitteln und in der Wohnungseigentümergemein- schaft umsetzen kann. Foto:©GerdAltmann/Pixelio.de

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