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DDIV 03_2013

54  DDIVaktuell 03 | 13 Privatgericht für Wohnungseigentum Das Deutsche ständige Schiedsgericht für Wohnungseigentumssachen ist das erste private Gericht für Streitigkeiten der Wohnungseigentümer untereinander und für Streitigkeiten zwischen Wohnungseigentümern und Verwaltern. Interview: Martin Kaßler Die Institution wurde im Jahr 1998 gegründet. Gründungsmitglieder sind ­neben dem DDIV, dem ESWiD und dem Bundesverband für Wohnungseigentum und Stadtentwicklung (vhw), zahlreiche Richter und Rechtsanwälte, deren Anliegen eine schnelle und gütliche Einigung zwi- schen den streitenden Parteien ist. Auch Rechtsanwalt Johannes Drabek engagiert sich seit der Gründung im Ständigen Deut- schen Schiedsgericht für Wohnungseigen- tum. Seit 2010 ist er Präsident. Herr Drabek, wie bewerten Sie die Arbeit des Schiedsgerichts in den vergangenen Jah- ren und wie schätzen Sie seine Zukunft ein? Das Schiedsgericht hat sich bewährt. Seit es vor rund 15 Jahren seine Arbeit unter der Präsidentschaft von Dr. Hanns Seuß auf- nahm, wurden über 80 Verfahren anhängig. Nahezu 70 Verfahren sind durch Antrags- rücknahme, Vergleich oder Schiedsspruch abgeschlossen worden. Die Organisation des Schiedsgerichts wird auf der Grundlage von Erfahrungswerten stets weiterentwickelt und als Basis einer dauerhaften Einrichtung struk- turiert. Das Schiedsgericht hat so eine gute Perspektive. Weil die Anwendbarkeit der Regeln eines Schiedsgerichts in der Eigen- tümergemeinschaft oder zwischen den dort Beteiligten von einer Vereinbarung abhän- gig ist, wird die Geltung des Schiedsgerichts überwiegend nur über die Gemeinschafts- ordnung neu begründeter Eigentümer- Streitigkeiten zwischen Verwalter, und Eigentümern oder Eigentümergemein- schaft werden vor dem Schiedsgericht noch relativ selten ausgetragen. Foto:©JorgHackemann/Shutterstock.com

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