Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

DDIV 03_2013

4  DDIVaktuell 03 | 13 „Das muss ein sehr kleines Glöckchen gewesen sein“ Noch sind es einige Monate bis zur Bundestagswahl. Dennoch ist insbesondere das Thema Wohnen bereits heute zentraler Bestandteil der Wahlaussagen fast aller für den Deutschen Bundestag kandi- dierenden Parteien. Schlagworte wie Wohnungsknappheit, Mietendeckelung oder sozial bezahlbarer Wohnraum machen die Runde. DDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler sprach mit Heidrun Bluhm, ­­ b­­au- und wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag. Interview: Martin Kaßler In der öffentlichen Diskussion wird viel zu wenig beachtet, dass es in der Bundes- republik Deutschland mehr als 6,5 Milli- onen Eigentumswohnungen gibt, die oft als Altersvorsorge erworben werden, wie vom Staat gewünscht. Viele der Eigentü- mer erzielen keine oder kaum Gewinne in der Vermietung, da ihr Wohneigentum nicht im hippen Berliner Prenzlauer Berg, im angesagten Hamburg oder im teuren München liegt. Was passiert erst, wenn diese Eigentümer energetisch sanieren müssen, wer schützt diese Menschen vor dem Wertverlust ihrer Altersvorsorge? Der DDIV als die politische Interessenver- tretung für Immobilienverwalter sieht sich hier in der Pflicht, bereits frühzeitig auf mögliche Probleme hinzuweisen und mit der Politik im Gespräch zu bleiben. Frau Bluhm, wie stehen Sie und Ihre Partei zum Wohneigentum in unserer Gesellschaft allgemein und speziell als Altersvorsorge? Wohneigentum, am besten das Häuschen im Grünen, ist über mehrere Generationen als erstrebenswert für Familienwohnen, Bo- denständigkeit, finanzielle Sicherheit und auch oft als Statussymbol idealisiert worden. Wohneigentum gehört deshalb auch heute für viele Menschen in unserem Land zu den vordringlichen Wünschen in ihrer Lebens- Bluhm: „Das Wohnen auf der grünen Wiese hat ­ungewollte soziale und ökologische Nebenwirkungen.“ Fotos:©ponsulak/Shutterstock.com;DieLinke

Pages