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DDIV 03_2013

GEBÄUDE & TECHNIK 34  DDIVaktuell 03 | 13 Kessel raus, aber mit System Irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem auch die beste Heizung zu alt und ineffizient geworden ist. Spätestens wenn die Heizkosten ausufern oder die Abgaswerte zu hoch sind, muss die Heizung saniert oder getauscht werden. Dann ist guter Rat teuer. Von Oliver Mertens Wann verbraucht die Hei- zung zu viel? Die wenigsten Verwalterin- nen und Verwalter werden diese Frage aus dem Stehgreif beantworten können. Als Richtschnur dienen folgende Wer- te: Wenn die Heizung 18 oder mehr Liter Heizöl (oder Kubikmeter Gas) je Quadratmeter Wohnfläche und Jahr zum Beheizen beziehungsweise 22 oder mehr Liter Heizöl für die Heizung und Warmwasserbereitung verbraucht, sollte der Verwalter umgehend handeln. Oft wird über Jahre nur das Nötigste getan, allerdings bleiben solche Maßnahmen Flickschusterei. Zwar haben auch Einzel- maßnahmen ihre Berechtigung, allerdings sollten sie in ein langfristiges Sanierungs- konzept eingebettet sein. Richtig ge- macht, schlummert im Heizungskeller ein enormes Einsparpotenzial. Damit am Schluss das bestmögliche Ergeb- nis erzielt wird, sollte ein unabhängiger Fach- mann hinzugezogen werden. Ein Ingenieur oder ein qualifizierter Gebäudeenergiebera- ter besichtigt das Gebäude, spielt alle Varian- ten durch, zeigt verschiedene Möglichkeiten auf und errechnet nach den Vorgaben die optimale Lösung. Bereits diese Planungsleis- tung wird im Rahmen einer Vor-Ort-Bera- tung mit bis zu 600 Euro gefördert. Für die Sanierung der Anlage können weitere För- dergelder beantragt werden. Entsprechend qualifizierte Fachleute sind zum Beispiel bei der Deutschen Energie-Agentur (Dena) auf- geführt (siehe Kasten). Nur die Komponenten oder alles neu Je nach Alter, Technik und Effizienz der Anlage kann es ausreichen, lediglich einzel- ne Anlagenkomponenten, wie Heizkessel, Brenner, Regelung und Schornstein bezie- hungsweise Abgaswege zu erneuern. Eine Teilsanierung bietet sich an, wenn lediglich Teile der Anlage defekt sind oder nicht mehr den aktuellen Standards und aner- kannten Regeln der Technik entsprechen. Der Austausch der gesamten Anlage ist meistens dann sinnvoll, wenn nicht nur der Wärmeerzeuger, sondern auch andere Teile der Heizungsanlage technisch veraltet sind, unwirtschaftlich arbeiten oder Schäden auf- weisen. Je ineffizienter die Anlage ist, desto schneller amortisiert sich der Austausch. Die Installation eines modernen Brenn- wertkessels senkt beispielsweise den Typische Nutzungsdauer von Anlagenteilen > Heizkessel 18 bis 20 Jahre > Gebläsebrenner (Öl oder Gas) 12 bis 15 Jahre > Armaturen 20 Jahre > Regelgeräte 12 Jahre > Umwälzpumpen 10 Jahre > Tank (Stahlblech) 18 bis 20 Jahre Gebäudeenergieberater – es geht nicht ohne Nur ein Ingenieur der entspre- chenden Fachrichtung oder ein qualifizierter Gebäudeenergie- berater kann bei der KfW För- deranträge stellen. Architekten, Handwerker, Ingenieure und andere Fachleute, die sich zum Energieberater weitergebildet haben, finden Sie hier: > Architektenkammern (im jeweiligen Bundesland) > Handwerkstag (im jeweiligen Bundesland) > Ingenieurkammern (im jeweiligen Bundesland) > Deutsche Energieagentur Dena (www.energie- effizienz-experten.de) > Bundesverband der Gebäu- deenergieberater, Ingenieu- re, Handwerker GIH (www.energieberater- datenbank.de) > Deutsches Energieberater- Netzwerk Den (www.den-ev.de) Im Heizungskeller schlummert ein enormes Einsparpotenzial Energieverbrauch – und damit die Kosten – um etwa 30 Prozent. Noch effizienter sind die neue Zeolithtechnik und Block-

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