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DDIV 03_2013

32  DDIVaktuell 03 | 13 Die Autorin ANDREA HUSS ist Architektin und Sach- verständige für die Ener- gieeinsparverordnung. Ihr Ingenieur-Büro Archi.Net Ingenieur Service hat sich auf die energetische Sanierung von Gebäudehülle und Haus- technik für Wohnen, Gewer- be und öffentliche Bauten in Bayern spezialisiert. WAS ZUERST: Heizung oder Dämmung? Energetische Maßnahmen an älteren Wohnhäusern kosten viel Geld. Nicht zu Unrecht hört man immer wieder den berechtigten Einwand: „Erlebe ich die Amortisation von Energiesparmaßnahmen überhaupt noch?“ Hinzu kommt eine Verunsicherung wegen häufiger Baumängel, wie Schäden an Fassadendämmungen oder Schimmel aufgrund der hohen Luftdichtheit, an den Gebäuden. CO2-Einsparung ist sicher ein loh- nendes Ziel für nachfolgende Generationen. Trotzdem muss der Eigentümer mit Sach- verstand und Augenmaß vorgehen, wenn am Ende nicht nur Kosten übrig bleiben sollen. Andererseits können gut geplante Energiesparmaßnahmen ein Gebäude auch optisch und technisch wieder richtig aufwer- ten und damit zu einer guten Kapitalanlage machen. Zu Recht stellt sich also die Frage, wie eine energetische Sanierung sinnvoll, preisgünstig und Nerven schonend über die Bühne gehen kann. Hier gilt vor allem: Ein Gesamtkonzept spart Geld und Umwege. Die Kosten eines guten Fachplaners sind in Kürze wieder eingespielt und werden meist auch gefördert. Daher gilt: zuerst sorgfältige Bestandsaufnahme und ausgereifte Planung, anschließend die Finanzierung sicherstellen und dann erst mit den Maßnahmen begin- nen. Vorüberlegungen zur energetischen Sanierung sollten nicht erst an dem Tag ein- setzen, an dem der Putz von der Wand fällt oder die Heizung streikt. Nur wer ein gut überlegtes Konzept für die Instandhaltung seines Hauses hat, kann eine ohnehin fällige Instandsetzung mit Energiesparmaßnah- men so kombinieren, dass sich die Bauzeit verkürzt, die Kosten in Grenzen halten und möglicherweise auch noch Fördermittel zur Verfügung stehen. Schritt 1 – Bestandserfassung und Planung Zunächst ist eine gründliche Analyse des Hauses erforderlich: > Welches Baualter hat das Haus? > Welche Bauteile sind bereits instand­ gesetzt worden? Foto:©aphaspirit/Shutterstock.com

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