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DDIV 03_2013

18 DDIVaktuell 03|13 Paradigmenwechsel bei Wohninvestments Die Risiken bei Wohninvestments in nachgefragten Top- Standorten in Deutschland sind nach einer Analyse von Persch Consult unverändert gering – aber: Die Renditen sinken. Gründe dafür liegen in der hohen Nachfrage, bei knapper werdendem Angebot und nach wie vor fehlenden siche- ren Anlagealternativen im Rahmen der immer noch nicht abgeklungenen Finanzmarktkrise. Zudem werden mittlerweile auch die Mietsteigerungspotenziale als endlich eingestuft, was die degressiven Steigungsraten in den guten Lagen belegen. Investoren, Asset-Manager und Berater müssen daher, um auch künftig den Renditedruck ihrer Anleger zu befriedi- gen, auf alternative Anlagestrategien ausweichen. Für den Finanzierungsbereich bedeutet das: Proaktive Identifikation der Risiken im Rahmen der zeitnahen und wiederkehrenden Berichterstattung bezogen auf die Nachhaltigkeit des Immobi- lienbestands. Chancen für professionelle Verwalter Das wiederum verlangt eine Veränderung des Such- und Prüfrasters: Neben der Portfoliobeimischung von Gewer- beobjekten gilt für Wohninvestments: Weg von den guten Lagen der Top-Standorte, hin zu Lagen oder Städten, die über vergleichbare positive Rahmenbedingungen verfügen wie die herkömmlichen Locations, allerdings mit mehr Potenzial als die „überstrapazierten“ Top-Lagen. Mit Blick auf 2013 halten viele namhafte Marktbeobachter eine Änderung der Risikoal- lokation bei Investoren in diese Richtung für deutlich sinnvol- ler als noch mehr Käufe im Core-Bereich. Sinkende Renditen und das knappe Angebot in den gefragten Lagen werden zu einem neuen Suchraster abseits der Top-Standorte führen. Kleinere Portfolios in kleineren Städten bedeuten zusätzliche Chancen für Verwalter, sich bei den Asset-Managern als Pro- perty Manager zu profilieren. www.perschconsult.de/de/marktbericht Wohnungsportfolios in Kleinstädten geraten zunehmend ins Visier der Investoren. Das ermöglicht auch Verwaltern neue Chancen. Foto:©StephanMöller/Wikipedia Eigentümer sollen Häuser breitbandfähig machen Die EU-Kommission will den Ausbau des Breitbandnetzes in Europa beschleunigen und gleichzeitig die Kosten dafür um bis zu 30 Prozent senken. EU-Kommissarin Neelie Kroes, zuständig für die sogenannte digitale Agenda, legte entsprechende Pläne vor. Danach sollen Immobilieneigentümer künftig dafür Sorge tragen, dass Neubauten und sanierte Gebäude grundsätzlich breitbandfähig sind. Hintergrund der geforderten Maßnahme ist der schleppende Ausbau der Hochgeschwindigkeitsnetze in Europa. Die EU kritisiert zu viel Bürokratie und ein Kom- petenzwirrwarr auf nationaler und regionaler Ebene. Deshalb sollen die bislang komplizierten Genehmigungsverfahren künf- tig deutlich vereinfacht werden. Die Kommissarin fordert, dass Unternehmen innerhalb von sechs Monaten Gewissheit haben müssen, ob ein Vorhaben erlaubt oder abgelehnt wird. Grunderwerbsteuer: Schleswig-Holstein will noch einmal nachlegen In Schleswig-Holstein hat die Landesregierung im März beschlossen, dass der Grunderwerbsteuersatz zum 1. Ja- nuar 2014 von 5 auf 6,5% steigen soll. Erst 2012 war die Grunderwerbsteuer von 3,5 auf 5% angehoben worden, um die Einnahmen zu erhöhen. Dem Finanzministerium zufolge werden von der erneuten Erhöhung 66 Millionen Euro jährlich zusätzlich in die Landeskasse gespült, die Kommunen profitieren mit 15 Millionen mehr. Noch ist offen, wann sich der Landtag mit einer entsprechenden Gesetzesänderung befassen wird. Weniger Ingenieurstudenten Die Zahl der Erstsemester an deutschen Hochschulen sinkt – und bleibt auf hohem Niveau. 2012 haben sich 493500 junge Menschen zum Studium eingeschrieben. Das sind zwar knapp 5% weniger als 2011 (518700), jedoch ist es dem Statistischen Bundesamt zufolge der zweithöchste Stand. Besonders stark fiel der Rückgang in den Ingenieurwissenschaften aus: Nach den vorläufigen Ergebnissen begannen in diesem Fach knapp 106300 Menschen ein Studium, fast 9% weniger als 2011.

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