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DDIV 03_2013

POLITIK & AKTUELLES 14 DDIVaktuell 03|13 I Am 18. März hat Finanzminister Carsten Kühl, der auch für das Ressort Bauen zuständig ist, dem Kabinett einen Entwurf für ein Landeswohn- raumförderungsgesetz vorgelegt. Damit will die Landesregierung der „Wohnungsnot in den Ballungszentren und dem Leerstand in der Fläche“ mit geeigneten Werkzeugen entgegentreten. Das Land macht damit von seiner durch die Föderalismusreform übertragenen Kompetenz Gebrauch. Dem Kabinett zufolge sollen auf der Grundlage von quartiersbezogenen Wohnungsbedarfskonzepten zwischen Land und Kommune für einen fest- gelegten, vereinbarten Zeitraum verbindliche Vereinbarungen zu Fördermit- teln und Konditionen für Neubau, Modernisierungen und Belegungsrechten im sozialen Wohnungsbau getroffen werden. Mit dem neuen Gesetz sollen außerdem maßgeschneiderte Lösungen vor Ort besser ermöglicht werden. Im nächsten Schritt sollen in einem Beteiligungsverfahren die kommunalen Spitzenverbände, Verbände der Wohnungswirtschaft, Sozialverbände sowie Beiräte und weitere Betroffene gehört werden, bevor der Entwurf zur Bera- tung ins Parlament gelangt. www.fm.rlp.de Rheinland-Pfalz bringt Wohnraumförderungs- gesetz auf den Weg Deutsche mussten 2012 mehr heizen und zahlen Die deutschen Verbraucher haben, nachdem 2011 eines der mildesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war, im Jahr 2012 wieder mehr Heizenergie verbraucht. Der Energiemanager Techem prognostiziert einen Verbrauchsanstieg von durchschnitt- lich 7,5 Prozent für Raumheizung. Die Brennstoffpreise sind ebenfalls erneut ange- stiegen. Heizöl verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 8,4 Prozent, der Gaspreis nahm um 5,6 Prozent zu. In Kombi- nation mit dem gestiegenen Energieverbrauch müssen die Endverbraucher daher mit einem spürbaren Anstieg der Heizkosten rechnen. Bei Gasheizungen liegt er bei 13,5 Prozent, bei Ölheizungen sogar bei 16,6 Prozent. Aufgrund abweichender Witterungsverhält- nisse fallen die Veränderungen regional unterschiedlich aus. Im Vorjahr konnte der Süden trotz des milden Winters seinen Heizenergieverbrauch nur geringfügig verringern während die Mitte besonders hohe Einsparungen verbuchen konnte. Im Jahr 2012 haben sich diese Verhältnisse praktisch umgekehrt. So sanken an der Zugspitze, in Straubing und in Augsburg die Außentemperaturen im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig. In diesen Regionen mussten die Verbrau- cher daher vergleichsweise nur wenig mehr für Heizenergie aufwenden als in 2011. An vierter Stelle liegt die Nordseeinsel Helgo- land, bevor auf den Rängen fünf und sechs mit Kempten und München zwei weitere süddeutsche Regionen folgen. Die energie- technischen Verlierer des Jahres 2012 sind Rheinstetten, Trier, Frankfurt, Düsseldorf, Saarbrücken und Berlin (in dieser Reihenfol- ge). Diese Regionen hatten, verglichen mit 2011, den stärksten Temperaturrückgang und infolgedessen auch den höchsten Mehrver- brauch an Heizenergie. www.techem.de Erdgas bleibt Energieträger Nummer eins In Deutschland wurde nach vorläufigen Angaben des BDEW im Jahr 2012 knapp die Hälfte der insgesamt 38,2 Millionen Wohnungen mit Erdgas beheizt (49,2 Prozent). In 12,8 Prozent aller Wohnungen wird Fernwärme genutzt, während Heizöl in 29 Prozent aller Wohnungen für Wärme sorgt. Strom (Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen) lie- ferte für 6,1 Prozent die Heizenergie. Der Anteil der übrigen Festbrenn- stoffe (darunter Holz, Koks/Kohle) lag bei 2,9 Prozent. Auch im Neubau bleibt Erdgas nach aktuellen Daten Nummer eins bei den Heizungssystemen. 49,8 Prozent aller neuen Wohnungen wurden 2012 mit einer Erdgasheizung ausgestattet. Wärmepumpen hatten einen Anteil von 24,5 Prozent, gefolgt von Fernwärme mit 16,6 Prozent. Die ver- bleibenden Anteile entfielen auf Heizöl (0,9 Prozent), Stromheizungen (0,6 Prozent) und sonstige Heizungssysteme (7,6 Prozent, darun- ter vor allem Holzpellet-Heizungen). Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 211000 neue Wohnungen gebaut. www.bdew.de Foto:©DieterSchütz/Pixelio.de

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