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DDIV 03_2013

POLITIK & AKTUELLES 8  DDIVaktuell 03 | 13 Ende September findet der 21. Deut- sche Verwaltertag statt. In diesem Jahr findet das Spitzentreffen der Immobili- enverwaltung anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Dachverbands Deutscher Im- mobilienverwalter statt. Für diesen Anlass konnte der größte Branchentreff ganz be- sondere Gäste und Referenten gewinnen. Neben namhaften Immobilienexperten und Fachanwälten hat Michael Odenwald, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung als Referent zugesagt. Unter dem Titel „Der Berliner Flughafen BER: Eine unendliche Geschichte?“ wird der ausgebildete Jurist, der zugleich Vorsitzender der Sonderkom- mission Flughafen im BMVBS ist, über die Entwicklungen des Berliner „Problemkinds“ berichten und spannende Einblicke in die Arbeit der Sonderkommission geben. Herr Odenwald, wie fällt die Bilanz der aktuellen Legislaturperiode im Bundesbau­ ministerium aus? „Unser Wohnungsmarkt funktioniert“ Michael Odenwald ist Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Der gebürtige Karlsruher tritt auf dem Verwaltertag als Referent auf. DDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler sprach mit dem hohen Beamten. Interview: Martin Kaßler Die Bilanz fällt positiv aus, denn der Im- mobilienstandort Deutschland hat in die- ser Zeit an Attraktivität gewonnen. Unser Wohnungsmarkt funktioniert: Die Bautä- tigkeit reagiert auf regional steigende Preise und Mieten. Die Zahl der Genehmigungen stieg von knapp 175 000 Wohnungen im Jahr 2008 auf zuletzt knapp 240 000. Mit der Novellierung des Mietrechts wur- den unter anderem die Voraussetzungen für Investitionen in den Mietwohnungsbe- stand verbessert. Zudem sind wir bei der Änderung des Energiesparrechts – und hier insbesondere der EnEV – mit Augen- maß vorgegangen. Wir konnten erreichen, dass für die KfW-Förderung des energie- effizienten Bauens und Sanierens in den Jahren 2012 bis 2014 jeweils 1,5 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Im Dezember 2012 hat die Bundesregierung außerdem eine verbesserte Zuschussförderung von 300 Millionen Euro pro Jahr beschlossen, mit der sie auf die Ablehnung der vorge- schlagenen steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung durch die Länder reagierte. Es ist uns überdies gelungen, trotz Spar­ zwängen die Städtebauförderung in den letzten Jahren auf einem Niveau von 455 Millionen Euro zu stabilisieren. Zudem ha- ben wir gesetzliche Maßnahmen auf den Weg gebracht, mit denen die Innenent- wicklung in den Städten im Bauplanungs- recht gestärkt werden soll. Welche Handlungsfelder sehen Sie bei der Bau- und Stadtentwicklung in der nächsten Legislaturperiode? Die weitere Stärkung der Investitionstä- tigkeit durch zusätzliche Impulse für den Wohnungsbau wird ein wichtiges Thema bleiben, um vor allem in den Ballungsre- gionen das Wohnungsangebot bedarfsge- recht auszuweiten. Zur Diskussion stehen dabei unter anderem verbesserte Ab- schreibungsbedingungen für Investoren oder eine verstärkte KfW-Neubauförde- rung, aber auch eine Ausweitung der sozi- alen Wohnraumförderung durch die dafür zuständigen Länder. Gerade im Bereich des günstigen Wohnraums muss das An- gebot vergrößert werden. Auch im kom- menden Jahr wird der Bund den Ländern

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