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DDIV 02_2015

VERWALTUNG & FINANZEN 56 DDIVaktuell 02|15 Die Autorin MARGARETHE DANISCH Pressereferentin EBZ – Europäisches Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft www.e-b-z.de Die Energiewende managen Die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung verlangen auch Immobilienverwaltern einiges ab – neue Fortbildungsangebote machen fit für den Einsatz als „Manager der Energiewende“. Zu den neuen und zukünftigen Anforderungen gehört es, innovative und komplexe Technologie zu begreifen, Kunden diesbezüglich gut zu beraten, zu überzeugen und die Innovationen in den Bestand einzuführen. Gleichzeitig sorgen gesetzliche Änderungen im Miet- und WEG-Recht dafür, dass bestehendes Fachwissen regelmäßig aufgefrischt und erweitert werden muss. Diese steigenden Anforderungen sollten auch von den Wei- terbildungsangeboten für Immobilienver- walter abgebildet werden. Enormes brachliegendes Sanierungspotenzial Nach Informationen aus dem Zensus 2011 gibt es bundesweit ca. 1,8 Millionen Woh- nungseigentümergemeinschaften mit mehr als 9 Millionen Wohnungen. Das entspricht ca. 23 Prozent aller Wohneinheiten in Deutschland. „Allein die im Spitzenverband der hauptberuflichen Immobilienverwalter (DDIV) organisierten 1800 Mitgliedsun- ternehmen verwalten ca. 3,5 Millionen. Wohneinheiten“, er- klärt Martin Kaßler, Geschäftsführer des DDIV. Die Sanierungsquote ist bei den von Immo- bilienverwaltungen betreuten Wohnein- heiten vergleichsweise niedrig, wie eine aktu- elle Studie von DDIV und KfW (2014) er- gab. Nur 52 Prozent der knapp 300 Haus- verwaltungen, die an der Befragung teil- nahmen, führten im zurückliegenden Jahr energetische Sanie- rungen durch. Die Sanierungsquote der befragten Hausverwal- tungen, bezogen auf Wohneinheiten, lag bei unter 0,8 Prozent und damit deutlich unter der für eine erfolgreiche Energiewende vor- gesehenen Quote von 2 Prozent. Diese Zah- len zeigen auf, wie groß das Sanierungs- und Modernisierungspotenzial bei Eigentümer- gemeinschaften ist, und machen deutlich, welche enorm wichtige Aufgabe Immobi- lienverwalter in Hinblick auf die Erreichung von Klimaschutzzielen und altersgerecht ausgestattete Wohnungsbestände haben. Neue Aufgaben erfordern neues Wissen. Bei der Klimawende sollen innovative und komplexe Technologien ineinandergrei- fen; Blockheizkraft-Werke mit Photovol- taikanlagen und Smart-Home-Technologie zusammenspielen. Parallel dazu steigen die Kundenansprüche an den Verwalter. Kunden erwarten, dass er ein guter Bera- ter ist und ihnen schwierige Sachverhalte verständlich erklärt. Unter solchen Bedingungen ist es wichtig, das Fachwissen immer auf dem neuesten Stand zu halten. Immobilienverwalter müssen fähig sein, eine Analyse des Sa- nierungsbedarfs zu erstellen, Vorschläge, Konzepte und Modernisierungspläne zu entwickeln und die Eigentümer von möglichen Sanierungsmaßnahmen zu überzeugen. Kaufmännische und recht- liche Grundlagen, aber auch technisches Know-how sind dafür von Nöten. Bil- dungseinrichtungen wie das EBZ – Ka- derschmieder der Verwalter – richten ihre Lehrpläne mit vielfältigen Angeboten zu diesem Themenkomplex darauf aus. Von Zusammenhängen der Gebäudetech- nik über Kommunikationstechniken zur fachlich versierten Gesprächsführung mit Sanierungsfachleuten, Eigentümern und Kunden – mit Fortbildungsangeboten wie z.B. dem Fernlehrgang „Technik für Immo- bilienkaufleute“ können auch Immobili- enverwalter ihr Wissen auf diesem Gebiet vertiefen und ausbauen.

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