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DDIV 02_2015

26 DDIVaktuell 02|15 TITELTHEMA VVDer Autor GOTTFRIED BOCK Der Geschäftsführer der Hausver- waltung Bock GmbH, Metzingen, ist Vorstandsmitglied des VDIV Baden- Württemberg und DDIV Immobilien- verwalter des Jahres 2013. Wie viel Präsentation muss sein? „Schluss mit dem Powerpoint-Massaker!“ titelte Spiegel-Online* zu einem Interview mit dem Kommunikationstrainer Gerriet Danz, der dabei manch lieb gewonnene Gewohnheit beim Einsatz von Powerpoint-Präsentationen kritisch betrachtet. Von Gewohnheiten gekennzeichnet ist auch die jährliche Eigentümerversammlung – für Wohnungsei- gentümer und Verwalter: Routine-Tagesordnungspunkte, Abrechnung, Wirtschaftsplan, Hausordnung, Verschie- denes. Spannend ist möglicherweise nur noch die Frage, wer sich heute mit wem wie lange worüber streitet. Und wer überhaupt noch zur Versammlung kommt. Wer spricht da noch von Präsentation? Womöglich ver- bunden mit zusätzlichem Aufwand für Vorbereitung, Organisation und Beschaffung der Technik, Infrastruk- tur und so weiter – für den Verwalter, ohnehin geplagt durch immer neue Anforderungen und Aufgaben, aber Also doch Präsentation? Doch Powerpoint? Welcher Eigentümer, welcher Verwalter kennt das nicht? Die Diskussion schweift ab. Der rote Faden geht verloren. „Bei welchem Tagesordnungspunkt sind wir gerade?“ Wenn für jeden deutlich sicht- und lesbar (!) er aktuelle Tagesordnungspunkt an die Wand gestrahlt wird, kann eine Geste des Versammlungsleiters reichen, um zurück zum Thema zu finden. Ganz abgesehen da- von, dass die Erläuterung komplexer Sachverhalte durch grafische Darstellung wesentlich vereinfacht werden kann. Situationen können anschaulich gemacht, Sach- verhalte erläutert, Fakten belegt, Zusammenhänge ge- zeigt und professioneller dargestellt werden – anhand einer Präsentation vielfach leichter verständlich, schnel- ler erklärt. Und nicht zuletzt: Ein Verwalter präsentiert nicht nur die Fakten, sondern vor allem auch seine Ar- beit und sich selbst. Es wäre doch schade, wenn ein Ver- walter das ganze Jahr gute Arbeit leistet – und am Ende erfährt niemand davon! Klar ist allerdings auch: Vom Verwalter wird damit eine ganze Menge mehr verlangt als „nur“ das Abhalten ei- ner Eigentümerversammlung: War es bisher schon schwer genug, ein geeignetes Lo- kal für die Eigentümerversammlung zu finden, kom- men nun weitere Anforderungen hinzu: Raumgröße, mögliche Sitzordnung, Stromversorgung, Aufstellung des Beamers sind nur einige Punkte, die passen müs- sen. Enthält die Präsentation ein Video, wird womöglich noch angemessener Ton benötigt. Ein Notebook muss vorhanden, vor Ort sein und bedient werden. Dabei ist sicher zu stellen, dass die Installation Notebook/Beamer funktioniert – die Verkabelung niemand zu Fall bringt. auch für die Eigentümer, die heute für alles Mögliche noch mehr bezahlen müssen als ges- tern schon. Andererseits: Die Eigentümerversammlung ist die zentrale Veranstaltung einer Wohnungseigentümergemein- schaft. Es geht regelmäßig um richtig viel Geld. Dabei sollten richtige Entscheidungen ge- troffen werden. Demokratisch. Es hilft, wenn alle Eigentümer den Sachverhalt verstanden haben. Und Entscheidungen mittragen – den Eigentümern und dem Verwalter. Und beim Verstehen hilft Visualisierung, Transparenz, helfen Beispiele. Foto:©pikcha,HomeStudio/Shutterstock.com

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