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DDIV 02_2014

02 | 14  DDIVaktuell  51 Achtung: Leitungs- wasserschutz schließt Regen­- wasser nicht mit ein – extra versichern! zu knapp bemessen, 24 Monate bieten mehr Sicherheit. Relativ neu sind Einschlüsse, die den heutigen Pflichten der Eigentümer zum Einbau von Rauchwarnmeldern entspre- chen. Sie beziehen sich auf Gebäude- schäden bei Fehlalarm durch Rauch- und Gaswarnmelder sowie auf den Verzicht des Gebäudeversicherers auf Leistungs- kürzungen bei fehlenden bzw. nicht funktionierenden Rauchwarnmeldern. Nicht alle Wohngebäudeversicherer bieten dies an, oft nur bis zu einem be- stimmten Sublimit. Die Explosion zweier Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg in München-Schwabing warf im Jahr 2012 auch Fragen zum Versiche- rungsschutz auf. Gebäudeschäden dieser Art sind nicht generell eingeschlossen. Viele große Anbieter haben jedoch Blind- gängerschäden im Allgemeinen und solche nach kontrollierter Sprengung inzwischen in ihre Produkte aufgenommen. Wasser – eine der häufigsten Schadensursachen Der Anteil an Leitungs- wasserschäden in Wohngebäuden ist hoch. Ihre Absicherung ist daher von besonderer Bedeutung. Verwalter, die hier bestehende Einschlüsse nicht überprüfen, setzen sich zu Recht der Kritik der Eigen- tümer aus und können sogar für nicht versicherte Schäden in Haftung genom- men werden. Spätestens seit die deutsch- VERSICHERUNGS- EINSCHLÜSSE Über die genannten Klauseln hinaus gibt unzählige weitere, die von den drei Hauptrisiken losgelöst oder diese übergrei- fend Bedeutung haben. So las- sen sich beispielsweise auch die Deckung von Graffitischäden, der Verzicht auf Leistungskür- zung bei grober Fahrlässig- keit, Sachverständigenkosten, Einbaumöbel, Verglasungen, die Kosten für notwendige Dekontamination, die Entfer- nung von Wespennestern und Regiekosten für den in der Schadenbehebung tätigen Ver- walter in Versicherungsverträ- ge einschließen. Professionell aufgestellte Versicherungs- makler haben entsprechende Tabellen zur Hand und helfen beim Leistungsvergleich. landweite Prüfung aller Abwasserrohre auf privaten wie öffentlichen Grundstücken gesetzlich geregelt wurde, stellt sich die Frage, ob für dabei erkannte Schäden überhaupt eine Deckung besteht. Hier greifen mittlerweile vielfältige Rohrlei- tungsklauseln, allerdings mit sehr unter- schiedlichen Summenbegrenzungen. Nicht nur auf die Versicherung gegen Schäden durch Zuleitungsrohre, son- dern auch auf die der Ableitungsrohre, die auf dem Grundstück und außerhalb liegen, ist zu achten. In diesem Bereich variieren die Versicherungssummen von 1.000 € bis 50.000 €. Hier ist zu prüfen und gegebenenfalls mit dem Versicherer nachzuverhandeln. Sind Ableitungsroh- re im Gebäudefundament und darunter nicht in separaten Klauseln erfasst, wer- den daraus entstandene Schäden nicht übernommen. Ebenfalls eine häufige Schadensursache sind im Gebäude ver- legte Regenfallrohre, die jedoch in den üblichen Vereinbarungen der Leitungs- wasserversicherung für Wohngebäude nicht berücksichtigt sind. Hier sollte man genauer hinsehen: Schutz bei Regenwas- serschäden bietet nur eine Zusatzklausel, die nicht nur Bruchschäden, sondern na- türlich auch Folgeschäden durch Nässe beinhalten sollte, und zwar bestenfalls in Höhe der Versicherungssumme des Leitungswasservertrags. Komfortabel, wenn auch nicht überall zu bekommen, ist der Einschluss der generellen Über- nahme von Leckortungskosten bis zu einer festgelegten Summe, meist 300 bis 500 €. Die sind sonst nur gedeckt, wenn ein Schaden durch einen versicherten Rohrbruch im Sinne der Bedingungen entsteht. Auch für die Leitungswasserversicherung empfehlen sich Einschlüsse, um Risiken zu minimieren: Armaturen und Schläuche, Bruchschäden an Heizkörpern, Boilern und Kesseln sowie an Gasleitungen und entstandene Gas- oder Wasserverluste sind Zusatzklauseln wert und mit Summen von 500 bis 2.500 € sicherlich im Sinne der Eigentümer – genau wie die Beseiti- gung von Rohrverstopfungen, die aber auch separat im Bedingungswerk aufge- führt sein muss. Sturm/Hagel – die Folgen berücksichtigen Die Sturm/Hagel-Ver­ sicherung ist in Bezug auf mitversichernde Klauseln relativ schnell erfasst. In Ergänzung der üblicherweise ab- gedeckten Schäden ab Windstärke 8 ist es sinnvoll, auch auf dem Grundstück gelege- ne Bäume, die umstürzen könnten, in den Vertrag mit aufzunehmen. Nicht sehr ver- breitet sind Angebote einer Deckung von Schäden, die durch das Eindringen von Regen, Hagel, Schnee und Eis in versicher- ten Gebäuden entstehen, meist limitiert auf eine Summe von 2.500 €. In Einzel- fällen sind auch Folgen von Starkregen in- kludiert. Hier ist aber das Kleingedruckte entscheidend, weil nur die Kosten für das Auspumpen des Kellers und notwendige Trocknungsarbeiten erstattet werden, und das in begrenztem Umfang.

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