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DDIV 02_2014

02|14 DDIVaktuell 49 Fotos:©GDV–IhreDeutschenVersicherer Von ZÜRS Geo zu ZÜRS Public – Verständliche Informationen für jedermann Es ist gut, wenn Experten über solche Geoinformationssysteme verfügen. Noch besser ist es aber, wenn auch die Bürgerin- nen und Bürger auf einfache Weise Wis- sen über Naturgefahren ihres Wohnortes bekommen. Seit April 2012 können sich Mieter, Hausbesitzer und Unternehmer in Sachsen per Mausklick darüber infor- mieren, wie stark ihr Gebäude gefährdet ist. Im November 2012 folgte das Land Niedersachsen dem sächsischen Vorbild. Seither haben auch dort die Menschen die Möglichkeit, sich schnell und einfach ihr individuelles Risiko für Hochwasser, Starkregen, Sturm, Blitzschlag und Erdbe- ben anzeigen zu lassen. ZÜRS public soll den Menschen das Naturgefahrenrisiko bewusst machen und sie dazu anhalten, durch Prävention und durch entspre- chenden Versicherungsschutz darauf zu reagieren. Perspektivisch setzt sich die Versicherungswirtschaft für ein bundes- weit einheitliches Naturgefahren-Informa- tionssystem ein. Wohngebäude risikogerecht absichern Nicht nur Naturereignisse wie Unwetter, Sturm, Starkregen und Überschwemmun- gen werden immer heftiger. Auch bei den „klassischen“ Gefahren ist eine Zunahme der Schäden erkennbar. So hat die Zahl der Leitungswasserschäden infolge der immer älteren Installationen im Gebäu- debestand spürbar zugenommen. Allein 2012 zahlten die Versicherer über 2,5 Mil- liarden Euro für geplatzte Rohre. Damit verursachten diese Schäden mehr als die Hälfte der knapp 4,1 Milliarden Euro Leis- tungen der Wohngebäudeversicherer. Gebäudeversicherungsverträge sollten von Zeit zu Zeit auf ausreichenden und notwendigen Deckungsschutz überprüft werden. Ausstattung, Nutzung oder Stand- ortverhältnisse der Immobilie können sich im Laufe der Jahre verändern. Bei der Überprüfung ist darauf zu achten, dass der Versicherungsvertrag das Gebäude im ak- tuellen Wert und risikogerecht absichert. Investitionen und Veränderungen am und im Gebäude, wie beispielsweise der Ein- bau einer Photovoltaik-Anlage oder einer Fußbodenheizung, sollten beim Abgleich berücksichtigt werden. Das Leistungsspek- trum der Versicherer erweitert sich konti- nuierlich und bietet Schutz vor finanziellen Folgeschäden, wie beispielsweise den Kos- ten für Aufräumarbeiten nach Bränden oder die Dekontamination von Erdreich in Folge ausgetretenen Heizöls. Naturgefahren versichern Die Wohngebäudeversicherung deckt im Standardpaket bereits seit vielen Jahren Schäden durch Naturgewalten wie Sturm und Hagel. Schäden durch Überschwem- mung, Hochwasser, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, La- winen und Vulkanausbruch können mit ei- ner zusätzlichen Elementarschadenpolice abgesichert werden. Seit einigen Jahren gehen viele Versicherer hier einen Schritt weiter und bieten bereits standardmäßig die Absicherung von Elementarrisiken an, mit der Option für Kunden, den Baustein selbst abzuwählen. Damit steht ein breites Angebot an Ver- sicherungsschutz zur Verfügung und die Möglichkeit, alle Chancen des vielfältigen Anbietermarktes zu nutzen.

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