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DDIV 02_2014

02 | 14  DDIVaktuell  47 durch Betrug, Unterschlagung oder Com- puterkriminalität – also durch Vorsatz – entstehen. Neben den Mitarbeitern des Verwaltungsunternehmens gehören auch externe Dienstleister (z. B. Wartungs- und Reinigungspersonal oder EDV-Dienstleis- ter) zum versicherten Personenkreis. Fälle von Veruntreuung häufen sich. Seit Jahren häufen sich Fälle, in denen Gelder von Eigentümern im größeren Stil veruntreut wurden. Nicht selten ist der Fir- meninhaber selbst für die Tat verantwort- lich. Daher spielen Versicherungslösungen über Immobilienverbände eine wichtige Rolle. Sie schließen im Gegensatz zu Ein- zelpolicen auch Schäden ein, die durch den oder die Inhaber des Verwaltungsun- ternehmens selbst verursacht werden. Die zweite vom Gesetzgeber ins Auge gefasste Versicherung ist ebenfalls von großer Bedeutung: die Vermögensscha- den-Haftpflichtversicherung. Vor allem größere Hausverwaltungen verfügen in der Regel über eine solche Police. Bei klei- neren Unternehmen wird nicht immer die Notwendigkeit gesehen, da wichtige Vorgänge häufig vom Inhaber selbst noch einmal geprüft werden und die Schaden- eintrittswahrscheinlichkeit so vermeintlich geringer ist. Doch nicht nur die Anforde- rungen an Immobilienverwalter, sondern auch die Anzahl der gemeldeten Schä- den sind in den letzten Jahren gestiegen. Egal ob es ein Fehler im Zusammenhang mit einer Sanierungsmaßnahme, beim Zahlungsverkehr oder hinsichtlich einer nicht ausreichenden Gebäudeversiche- rungssumme ist – es kann teuer werden. Damit den Eigentümern, ein Verschulden des Verwalters bzw. seiner Mitarbeiter vo- rausgesetzt, auch bei großen Schäden der volle Betrag erstattet werden kann, muss die Versicherungssumme ausreichend be- messen sein. Insofern sollte der Gesetz- geber nicht nur den Abschluss als solches vorschreiben, sondern auch eine Mindest- versicherungssumme vorgeben. Büro- oder Betriebshaftpflicht? Während eine Vermögensschaden-Haft- pflichtversicherung meistens vorhanden ist, gehört die Betriebshaftpflicht-Versiche- rung längst nicht bei allen Verwaltern zum Standard. Dabei kann ein Personen- oder Sachschaden, zum Beispiel durch eine unterlassene oder verspätete Instandhal- tungsmaßnahme, ganz schnell die Existenz des Verwalters gefährden – gleiches gilt für Umweltschäden. Eine reine „Bürohaft- pflicht-Versicherung“ ist nicht ausreichend. Policen mit einem umfassenden Versiche- rungsschutz und einer angemessenen De- ckungssumme sind zu günstigen Prämien am Markt erhältlich. Insofern sollte dieser Vertrag im Versicherungsportfolio eines Verwalters nicht fehlen. Inwieweit der Abschluss gesetzlich vorgeschrieben wird, bleibt – genau wie die weitere Entwick- lung – abzuwarten. „Für Firmeninhaber spielen Versicherungslösungen der Immobilien- verbände eine wichtige Rolle.“ „Fehler, gleich welcher Art, können teuer werden.“

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