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DDIV 02_2014

02|14 DDIVaktuell 41 Der Autor DR. MANFRED ALFLEN Vorstandsvorsitzender Aareon AG www.aareon.com Wohnungs- wirtschaft digital Herausforderungen und Chancen für Verwaltungsunternehmen Die Digitalisierung verändert die Lebens- und Arbeitswelt nachhaltig. So steigen auch die Anforderungen und Er- wartungen von Kunden und Mitarbeitern an Unternehmen. Für die Wohnungswirt- schaft bedeutet dies Herausforderungen, aber auch Chancen – von der verbesserten Prozesseffizienz bis zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Dem muss die informati- onstechnische Infrastruktur Rechnung tragen. Im Mittelpunkt eines digitalen Ökosystems für die Wohnungswirtschaft stehen Tech- nologien, die den Zugriff auf Informatio- nen ermöglichen. Mit ihrer Hilfe können verschiedene Hardware-Komponenten, Software, Inhalte und Dienste zu Anwen- dungen für die Nutzer bereitgestellt wer- den. Je nach Einsatzzweck vernetzen sie:  Unternehmen mit ihren Endkunden, also z.B. Verwalter und Mieter oder Eigentümer. B2C steht hier für Business to Consumer.  Verwaltungen mit anderen Unterneh- men wie z.B. Handwerkern. B2B steht hier für Business to Business.  Immobilienunternehmen mit ihren Mitarbeitern, z.B. bei der digitalen Woh- nungsabnahme mit dem Tablet. B2E steht hier für Business to Employee. Datenkonsistenz und Integration in die Unternehmensorganisation Das so entstehende Ökosystem muss ne- ben Anforderungen wie Verfügbarkeit, Datensicherheit und Datenschutz zwei wichtigen Kriterien genügen, damit es sei- ne volle positive Wirkung entfaltet: Daten- konsistenz und Integration. Die logische, korrekte und widerspruchs- freie Hinterlegung von Daten ist ein Muss. Fehler reduzieren die Akzeptanz bei den Nutzern, wenn sie feststellen, dass Infor- mationen nicht aktuell oder unstimmig sind. Datenkonsistenz erfordert aber auch ein ganzheitliches Konzept für Datenhal- tung, Weiterleitung und Verarbeitung. Alle Komponenten des Ökosystems müssen technisch und in die Prozesse integriert sein, was eine durchgängige systematische Unterstützung aller Vorgänge voraussetzt. Einbindung in die Unternehmens- organisation Neue Technologien und Systeme bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Für Woh- nungsunternehmen werden sie aber nur dann sichtlich Vorteile bringen, wenn Ziele klar definiert sind. Das kann sowohl eine höhere Prozesseffizienz sein als auch eine Verbesserung der Regelkonformität (Com- pliance) oder die Stärkung der Kunden- und Serviceorientierung. Die Einbettung in die Prozesslandschaft des Unternehmens ist dabei unerlässlich. Das bedeutet, dass alle Abläufe in Bezug auf Kunden gemäß den Unternehmenszielen definiert und erfasst werden und die Organisation des Aufbaus und aller Vorgänge darauf abgestimmt ist. FAZIT Aus dem Megatrend Digitali- sierung können mit Unterstüt- zung der Informationstechnik konkrete Lösungen für die Wohnungswirtschaft entwi- ckelt werden – mit positiven Effekten für Mieter, Immo- bilienverwalter und ihre Ge- schäftspartner. Einen Überblick über die Komplexität der erforderlichen IT-Infrastruktur, wir wollen sie hier „digitales Ökosystem“ nennen, gibt die schematische Darstel- lung aller Komponenten.

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