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DDIV 02_2014

RECHT & STEUERN 30 DDIVaktuell 02|14 Die Autorin DR. SUSANNE SCHIESSER Die Fachanwältin für Miet- und Wohnungseigentumsrecht ist Salary Partner in der Kanzlei „Sibeth Partnerschaft Rechts- anwälte Steuerberater“. www.sibeth.com Entscheidungen rund um das Wohneigentum Vier aktuelle Urteile widmen sich verschiedenen Aspekten der Eigentümerversammlung, u.a. der Pflicht der Hausverwaltung zur Einholung von Grundbuchauszügen, dem Vorliegen eines formellen Fehlers, dem Versammlungszeitpunkt und dem Gebot der Nichtöffentlichkeit sowie der Übertragbarkeit der Verwalter- stellung ohne Zustimmung der Wohnungseigentümer. Keine Pflicht der Hausverwaltung zur Einholung von Grundbuchauszügen zur Überprüfung der Eigentumslage Was war passiert: Eine Wohnungseigen- tümergemeinschaft hat in der Wohnungs- eigentümerversammlung den Beschluss über die teilweise Schließung eines Park- hauses gefasst. Ein Miteigentümer focht diesen Beschluss an und vertrat in der Klage die Auffassung, der Beschluss sei ungültig, da ein Eigentümer nicht durch die Verwalterin zur Eigentümerversamm- lung geladen worden sei. Im vorliegen- den Fall hatte ein Eigentümerwechsel stattgefunden, welcher der Verwalterin zwar angekündigt, jedoch nicht abschlie- ßend durch Übersendung eines aktuellen Grundbuchauszuges mitgeteilt wurde. Die Ladung zur Wohnungseigentümerver- sammlung ging dem Alteigentümer und nicht dem neuen Eigentümer zu, der aber zum Zeitpunkt der Ladung bereits in das Grundbuch eingetragen war. Der Kläger war der Auffassung, die Verwalterin hätte sich selbstständig über die neue Eigen- tumslage durch Einholung eines Grund- buchauszuges informieren müssen. Die Meinung des Gerichts: Nach Er- ledigung der Hauptsache entschied das Landgericht München I im Rahmen der Kostenfestsetzung wie folgt: Das Land- gericht hat den Beschluss des Amtsge- Fotos:©tlegend,MonkeyBusinessImages/Shutterstock.com

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