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DDIV 02_2014

02 | 14  DDIVaktuell  1 eine aufregende Zeit steht uns bevor: Nicht nur, dass Sie momen- tan mit Eigentümerversammlungen und Jahresabrechnungen voll- auf beschäftigt sind. Auch die Politik hat die Ärmel hochgerollt und setzt erste Akzente in der neuen Legislaturperiode: Bundes- justizminister Heiko Maas kündigte bereits an, im ersten Halbjahr einen Gesetzesentwurf zur Einführung der Mietpreisbremse und zum Maklerrecht vorzulegen. Barbara Hendricks, Ministerin für Umwelt und Bau, arbeitet zudem an einem stimmigen Ge- samtkonzept und plant ein Bündnis für Wohnen und bezahlba- res Bauen, für das sie auch die Immobilienwirtschaft als Partner gewinnen möchte. Der Parlamentarische Staatssekretär Florian Pronold (SPD) warb bereits auf vielen Veranstaltungen für diese Position, auch im persönlichen Austausch mit dem DDIV. Begrüßenswert ist, dass die Bundesregierung nunmehr die Diskus- sion um Höhe (10 statt 11 Prozent) und Dauer (bis zur Amortisa- tion) der Modernisierungsumlage auf einen späteren Zeitpunkt verlagern wird. Der DDIV hatte sich mehrfach dafür ausgespro- chen, dieses Verfahren abzukoppeln: Zu komplex ist die Materie. Ebenso begrüßen wir es, dass die Bauministerkonferenz auf Ihrer letzten Sitzung die Bundesregierung einstimmig darum gebeten hat, zu prüfen, inwieweit die Förderung von energetischen Sanie- rungsmaßnahmen bei Wohnungseigentümergemeinschaften ver- einfacht werden kann. Dafür hatten wir uns im Vorfeld der Sitzung stark gemacht. Als Immobilienverwalter könnte man sich auf die Position zurück- ziehen „Was geht mich das an? Ich nehme das, was kommt, und setze es für den Wohnungseigentümer um. Im besten Fall infor- miere und berate ich meine Gemeinschaften.“ Ich glaube aber, dass wir aufgerufen sind, uns stärker zu engagieren und uns auch einzumischen. Viele Eigentümer erwarten diese „Führung“ von ihrem Verwalter. Daher werden wir weiterhin konsequent unsere Stimme erheben, wenn es um „unsere“ Wohnungseigentümerge- meinschaften und um uns als Verwaltungen geht. Sie wissen, dass die Einführung von Mindestanforderungen und Versicherungspflichten für am Markt tätige Immobilienverwal- ter kommen wird und bereits im Koalitionsvertrag festgeschrieben ist. Der DDIV wirbt seit Jahren dafür. Wie wichtig und ernst dieses Thema ist, zeigt ein aktueller Veruntreuungsvorwurf in der Regi- on Bonn, den sowohl die Medien als auch der Eigentümerverband wohnen im eigentum publik gemacht haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen wegen des Verdachts auf Untreue und Urkun- denfälschung. Betroffen sind über 2 000 Eigentümer, die um ihre Rücklagen fürchten. Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig die Einführung von Zugangsvoraussetzungen und einheitlichen Quali- tätsstandards für die Branche ist – nicht nur des Verbraucherschut- zes wegen, sondern auch, um das Image des Verwalters nachhaltig zu stärken. Eine starke Lobby ist dafür umso wichtiger. Davon sind auch die Mitgliedsunternehmen unserer Landesverbände über- zeugt, die zum Jahreswechsel über 1 700 Unternehmen zählten. Darüber hinaus sieht sich der DDIV in der Pflicht, für eine Ver- besserung von Förderbedingungen und Informationen für Ver- walter und Wohnungseigentümer bei energetischen Sanierungen einzutreten. Einen wichtigen Schritt haben wir dazu mit unserem Kompendium Energetische Sanierung getan. Dieses wurde stark überarbeitet und erweitert und ist nun in 2. Auflage erschienen. Das hohe Interesse zeigt, wie wichtig in der Praxis derartige In- formationen sind. Allein in der ersten Woche nach Erscheinen er- reichten uns über 1 500 Bestellungen. Von Erfolg gekrönt war auch unsere diesjährige Wintertagung in Kirchberg, Kitzbühel: Ausgebucht bis auf den letzten Platz, und die Teilnehmer profitierten von besten Winterbedingungen und spannenden Vorträgen. Großen Anklang fanden vor allem The- men, denen sich Verwalter eher selten stellen. Einen kurzen Be- richt finden Sie im Heft. Weiterbilden können Sie sich nicht nur bei den Seminaren, die so- wohl der DDIV als auch die Landesverbände regelmäßig anbieten, sondern auch auf unserem nächsten Verwaltertag am 18. und 19. September im Estrel Berlin. Auf Deutschlands größtem Verwal- terkongress werden wir auch wieder den Immobilienverwalter des Jahres auszeichnen – diesmal zum Thema „Unternehmen Zukunft: Herausforderungen erkennen – neue Wege beschreiten“. Details dazu finden Sie unter www.immobilienverwalter-des-jahres.de Ihnen eine spannende Lektüre mit unserer 2. Ausgabe 2014. Ihr Wolfgang D. Heckeler Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Immobilienverwalter, EDITORIAL

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