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DDIV 02_2014

IM BLICKPUNKT 18 DDIVaktuell 02|14 Der Autor MARKUS SCHEIDWEILER Der Rechtsanwalt und Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht ist Geschäftsführer der ALCO Computer- Dienstleistungs-GmbH. www.kanzlei-scheidweiler.de www.alco-immobilien.de Damit in der Eigentümerversammlung ein wirksamer, also rechtsgültiger Beschluss gefasst und vom Verwalter verkün- det werden kann, ist bereits bei der Einberufung auf die genaue Einhaltung aller Formalien gemäß §23 Abs.2 WEG sorgfältig zu achten. Verantwortlich hierfür ist nach §24 Abs.1 WEG der Ver- walter. Häufig liegen Einberufungsmängel vor, wenn  dritte Personen oder nicht sämtliche Wohnungs- und Teilei- gentümer gemäß §24 Abs.4 S.1 WEG in Textform zu einer Eigentümerversammlung eingeladen werden,  die vorgeschriebene Einladungsfrist grundlos nicht eingehalten wird,  die Tagesordnung unvollständig ist,  es an einer ausreichenden Bezeichnung des Gegenstandes der Beschlussfassung fehlt und/oder  Unterlagen, die es den Wohnungseigentümern überhaupt erst ermöglichen, sich hinreichend inhaltlich mit dem Beschlussge- genstand zu befassen, nicht mit der Einladung bereitgestellt wurden. In Folge solcher Einladungsmängel können gefasste Beschlüsse unwirksam und damit anfechtbar oder sogar nichtig sein, womit dem Verwalter nach §49 Abs.2 WEG die Auferlegung eventueller Prozesskosten droht. Nun führt nicht jeder Einberufungsmangel zur Ungültigkeit eines Beschlusses. Ein Beschluss soll nach der Rechtsprechung nur dann aufgrund eines Einberufungsmangels ungültig sein, wenn er sich kausal auf das Beschlussergebnis ausgewirkt hat. Mit anderen Wor- ten: Ein aufgrund eines Einberufungsmangels ungültiger Beschluss wäre von der Eigentümerversammlung nicht oder anders gefasst worden, wenn der Einberufungsmangel nicht vorgelegen hätte. Elektronisch hinterlegen und verknüpfen Hilfreiche Unterstützung bei der Vermeidung von Mängeln bie- ten professionelle Software-Lösungen für Verwalter. Gängige Produkte wie z.B. ALCO HOUSE, DOMUS, Karthago, PowerHaus etc. stellen sinnvolle Hilfsmittel und Strukturen für Stammdaten, Systeme fürs Dokumentenmanagement und speziell für die Vor- bereitung, Durchführung und Nachbereitung der Eigentümerver- sammlung zur Verfügung. Sie ermöglichen es, wichtige Daten wie die ladungsfähigen Anschriften der Eigentümer und das Datum des Eigentumsüberganges zu verwalten. Auch die übers Jahr von Wohnungseigentümern eingehenden Anträge für Tagesordnungs- punkte sowie weitere Informationen und Dokumente können katalogisiert, hinzugefügt und elektronisch verknüpft werden. So stehen zum Zeitpunkt der Festlegung der Tagesordnung und Er- stellung der Einladung zur Eigentümerversammlung alle erforder- lichen Unterlagen zur Verfügung. Der Einhaltung der nach §24 Bei Einberufung und Protokollhinterlegung kann Verwaltungs-Software sinnvoll unterstützen. Fehler vermeiden !

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