Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

DDIV 02_2014

IM BLICKPUNKT 10 DDIVaktuell 02|14 Eckpunkte,um bei Eigentümerversammlungen nicht anzuecken Natürlich lauern auf jeder Eigentümerversammlung eigene Konflikte, unvorhersehbare Zwistigkeiten und mitunter tückisch erscheinende Fallen. Aber: Wer von vornherein die Grundregeln beherzigt, muss sich zumindest nicht vorwerfen, schon im Vorfeld den Grundstein dafür gelegt zu haben. Denn Beschlussanfechtungsverfahren lassen sich durchaus vermeiden – manchmal schon durch die Einhaltung der geltenden Formalien. Von Steffen Haase EINBERUFUNGSFRIST Nach §24 Absatz 4 WEG beträgt die Einberufungsfrist zwei Wo- chen. Für die Wahrung der Frist kommt es auf den Eingang beim Eigen- tümer an. Hierbei handelt es sich um eine Soll-Vorschrift. Achtung: Manchmal ent- halten Gemeinschaftsordnungen auch län- gere Fristen. Diese sind dann einzuhalten. In dringenden Fällen kann der Verwalter aber auch mit einer kürzeren Frist laden. Achten Sie aber darauf, dass immer alle Ei- gentümer geladen werden. Dies bedeutet eine regelmäßige und exakte Stammda- tenpflege. 1 Wiederholungsversammlung Häufig wird mit der Einladung zur Erstversammlung auch gleichzei- tig zu einer Zweitversammlung eingeladen. Dies ist nur möglich, wenn hierzu eine Regelung in der Gemeinschaftsordnung vorhanden ist. Eine Beschlusskompetenz hierzu hat die Eigentümergemeinschaft nicht. 2TAGESORDNUNG Sie muss klar gestaltet sein. So klar, dass sich der Eigentümer zu Hause vorstellen kann, was in der Versammlung besprochen und beschlossen werden soll. Von daher ist es sinnvoll, die Tagesordnungspunkte zu erläutern und ggf. Kostenvoranschläge beizufügen oder in einem geschützten Raum im Internet zur Verfügung zu stellen. Es ist immer ein Drahtseilakt zwischen zu viel und zu wenig Informationen. Jeder Beschlusspunkt muss angekündigt sein. Beschlüsse unter zu allgemein gefassten Punkten entsprechen nicht ordnungsge- mäßer Verwaltung. Denken Sie sich in die Situation des Eigentümers hinein und gestalten Sie die Punkte mit ein paar Sätzen informativ aus. 3 4 Beschlussfähigkeit Sie ist nach dem Gesetz gegeben, wenn mehr als die Hälfte der Miteigentumsan- teile anwesend oder vertreten sind. Die Versammlung muss bei jedem Beschluss- punkt beschlussfähig sein. Verlassen Eigentümer die Versammlung, so kann dies Auswirkungen auf die Beschlussfähig- keit haben. Von daher sollten verspätet eintreffende oder früher gehende Eigen- tümer dokumentiert werden. Fotos:©Anson0618,LisaS./Shutterstock.com 10

Seitenübersicht