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DDIV_02_2013

02|13 DDIVaktuell 7 I EnEV tritt später in Kraft Das Bundeskabinett hat am 6. Februar 2013 den Entwurf einer zwei- ten Änderungsverordnung zur Energieeinsparverordnung (EnEV) be- schlossen. In Kraft treten wird die Verordnung voraussichtlich aber erst im Jahr 2014. Der Entwurf für die EnEV-Novelle umfasst im Wesentli- chen folgende Maßnahmen: > Der zulässige Jahresenergiebedarf aller Neubauten soll in den Jah- ren 2014 und 2016 um jeweils 12,5 Prozent sinken. Der maximal erlaubte Wärmeverlust durch die Gebäudehülle soll sich um jeweils 10 Prozent reduzieren. > Für bestehende Gebäude sieht die neue EnEV weder verschärfte Einsparregeln noch neue Nachrüstpflichten vor. > Die energetischen Kennwerte müssen bei Verkauf und Vermietung in Immobilienanzeigen mit angegeben werden. Dabei sind die Ener- giekennwerte auf die Wohnfläche und nicht wie bisher auf die Ge- bäudenutzfläche zu beziehen. > Verkäufer und Vermieter sind verpflichtet, den Energieausweis an den Käufer beziehungsweise neuen Mieter zu übergeben. Der Ener- gieausweis muss bereits bei Besichtigung vorgelegt werden. > Eingeführt werden soll ferner ein unabhängiges Stichprobenkont- rollsystem für Energieausweise und Berichte über die Inspektion von Klimaanlagen. Ein Betretungsrecht für Wohnungen wird es nicht ge- ben. EnEV 2012 tritt erst 2014 in Kraft Vor der EnEV muss die Bundesregierung allerdings das geltende Ener- gieeinsparungsgesetz (EnEG) novellieren. Erst dieses Gesetz ermäch- tigt dazu, Verordnungen für den Baubereich zu erlassen und zu än- dern. Weil diese und andere Gesetze national und international auf einander abgestimmt werden müssen, rechnet die Bundesregierung mit dem Inkrafttreten der EnEV erst ab Januar 2014. Wohninvestments legen deutlich zu Im Gesamtjahr 2012 registrierte das Beratungs- unternehmen Jones Lang LaSalle (JLL) ein Trans- aktionsvolumen für Portfolios (mit mehr als zehn Wohneinheiten) von rund 11,1 Milliarden Euro. Das Volumen des Vorjahreszeitraums wurde damit um fast 70 Prozent übertroffen. Das letzte Jahr markiert sogar ein neues Fünf-Jahres-Hoch. Mehr als 200000 Wohneinheiten haben die Eigentümer gewechselt. Einen maßgeblichen Anteil an den Transaktionen haben JLL zufolge bundesweite Portfolien. Allein 4,6 Milliarden Euro entfielen auf die vier größten Deals (LBBW-Portfolio, Baubecon, Hawk, DKB). Auf regionaler Ebene bleibt Berlin mit 1,7 Milli- arden Euro mit Abstand Spitzenreiter vor Ham- burg (375 Millionen), München (290 Millionen) und dem Ruhrgebiet (270 Millionen). Insbeson- dere für ausländische Investoren erscheint der deutsche Wohnungsmarkt nach wie vor äußerst attraktiv. So ist der Anteil ausländischen Kapitals in den letzten drei Jahren bei dieser Assetklasse kontinuierlich auf aktuell 38 Prozent gestiegen. Die Käuferseite wird maßgeblich von Immobilien- AGs (38 Prozent) sowie Asset- und Fonds-Mana- gern (28 Prozent) bestimmt. Private-Equity-Fonds kommen auf einen Anteil von 11 Prozent. Fast die Hälfte aller Verkäufer war 2012 unter den Banken und Insolvenzverwaltern zu finden, gefolgt von den professionellen Asset- und Fondsverwaltern (16 Prozent). Die Kaufpreise haben in Teilberei- chen im Verlauf des Jahres stark angezogen. Auf der Suche nach entsprechenden Renditen sehen sich deshalb immer mehr Investoren veranlasst, insbesondere das weitere Umland der BIG7 ins Auge zu fassen. www.joneslanglasalle.de Das Bundeskabinett hat den Entwurf für die neue EnEV beschlossen. Wirksam wird die Verordnung wohl aber erst 2014. Fotos:©Cardaf/Shutterstock.com;©ClemensMirwald/Pixelio.de

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