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DDIV_02_2013

fördern das Bakterienwachstum durch Nährstoffabgabe. Dies verstärkt das Prob- lem ebenso wie Schlammablagerungen in nicht gewarteten Warmwasserspeichern. Misstrauisch werden sollte man auch bei direkten Verbindungen zwischen Warm- und Kaltwasser, einem zentralen Mischer als Verbrühschutz, Membranausdeh- nungsgefäßen, die nicht durchströmt sind oder eine defekte Membran haben, sowie Totleitungen und stagnierenden Sprinkler- und Hydrantenleitungen. Der Verwalter muss umgehend handeln Wird ein Legionellenbefall nachgewiesen, muss der Verwalter umgehend handeln. Als erstes muss das Untersuchungsergeb- nis an die zuständige Gesundheitsbehör- de gemeldet werden. Gleichzeitig muss der Verwalter die Nutzer der befallenen Anlage informieren. Anschließend muss er eine Gefährdungsanalyse nach den Vorga- ben des Umweltbundesamts (UBA) vom 14. Dezember 2012 veranlassen. Zu guter Letzt muss der Verwalter ein zugelasse- nes Unternehmen, zum Beispiel ein nach VDI 6023 zertifiziertes Ingenieurbüro, mit der Beseitigung der Gefahrenquelle beauftragen. Die Gefährdungsanalyse Die Gefährdungsanalyse wird von entspre- chend qualifizierten Unternehmen durch- geführt. Sie beginnt mit einer umfassend dokumentierte Ortsbegehung und der Besichtigung des gesamten Verteilungs- systems unter technischen und hygieni- schen Aspekten gemäß den Vorschriften VDI6023, DINEN806, DIN1988, DVGW W551/W553. Dabei wird überprüft, ob die sogenann- ten allgemein anerkannten Regeln der Technik (aaRdT) eingehalten wurden und ob die Anlage gemäß ihrer Bestimmung genutzt wird. Dazu müssen die gesamten Installationspläne der Anlage vorgelegt werden. Die Ergebnisse der Gefährdungs- analyse müssen in Form eines Gutachtens mit hinreichender Dokumentation der Ortsbesichtigung erstellt werden. Zu den Informationen, die der Verwalter in einem solchen Fall liefern muss, gehören: Anlagenart, Hersteller, Baujahr der Trinkwassererwärmungsanlage > Strangschema (Kalt- und Warmwasser) > Löschwassersysteme, Art der Absiche- rung gegenüber trinkwasserführenden Systemen > Angaben zu regelmäßigen Wartungen (Betriebstagebuch) und zur Instandhal- tungsplanung gemäß VDI6023 Diese Informationen sollten für jede Wohnanlage griffbereit sein, und nicht erst im Ernstfall mühsam zusammengesucht werden müssen. Darauf sollte der Verwalter achten > Hydraulischen Abgleich durchführen > Kalt- und Warmwasserleitungen isolieren > Vorlauftemperatur nicht herunter regeln > Stagnation des Wassers bei Leerstand vermeiden (regelmäßig Wasser lau- fen lassen) > Warmwasserspeicher regelmäßig warten > Die aktuelle Gefährdungsanalyse kann eingesehen werden unter www. umweltbundesamt.de/wasser/themen/trinkwasser/empfehlungen.htm Zehn Jahre Aufbewahrungsfrist Nach dem Erstellen der Gefährdungsana- lyse muss der Verwalter alle Informationen und eine detaillierte Beschreibung der ge- troffenen Maßnahmen an die zuständige Gesundheitsbehörde und die Nutzer (Ei- gentümer und Mieter) weiterleiten. „Zu seiner eigenen Sicherheit sollte der Verwal- ter hier lieber zu viel schicken als zu wenig“, sagt Thomas Fischer von der Firma Rohr Royal Service. Der Experte hat noch einen Tipp für Verwalter: „Alle Informationen, Untersuchungsergebnisse und Maßnah- men bis hin zu den Umsetzungen müssen dokumentiert werden und unterliegen ei- ner Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren.“ Nach den Ad-hoc-Maßnahmen muss eine weitergehende Untersuchung gemäß den Vorschriften des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW, W551) eingeleitet werden. Aus diesen Daten muss der Verwalter eine Leistungsausschreibung zur Mängelbeseitigung erstellen und die betreffenden Maßnahmen veranlassen. Wenn in einer Trinkwasseranlage der Grenzwert für Legionellen überschritten wird, muss der Verwalter umgehend handeln. TRINKWASSERLEITUNGEN SANIEREN beraten | entwickeln | umsetzen TRINKWASSERHYGIENE SICHERN Ihr Ansprechpartner: Ingo Burreh • Mail: i.burreh@canexx.eu • Hotline: 0800 2799700 • www.canexx.eu

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