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DDIV_02_2013

IM BLICKPUNKT 18 DDIVaktuell 02|13 Die häufigsten Fehler10in der Eigentümerversammlung Die Eigentümerversammlung ist für den Verwalter von zentraler Bedeutung. Die Veranstaltung muss reibungslos laufen und nach Möglichkeit fehlerfrei von statten gehen. Passieren Fehler, so hat dies häufig ein Klageverfahren zur Folge und der Verwalter gerät in eine Rechtfertigungsrolle. von Steffen Haase „Haben Sie dies denn nicht gewusst?“ So lautet häufig eine berechtigte Kundenanfrage. „Das haben wir doch schon immer so gemacht“, ist hingegen eine Antwort, die nicht un- bedingt auf eine fachliche Kompetenz schließen lässt. Vieles rund um die Eigentümerversammlung hat sich im Laufe der Jahre eingespielt. Der Kunde ist daran gewöhnt und man denkt nicht mehr darüber nach. Deshalb wollen wir die häufigsten Fehler kurz betrachten. 1 Zweitversammlung ohne Vereinbarung Fehler beginnen schon mit der Einladung. Häufig wird mit der Ersteinladung auch gleichzeitig zu einer Zweitversammlung geladen. Diese findet dann am gleichen Tag eine halbe Stunde später statt. Zu hinterfragen ist hier die Er- mächtigung. Zu dieser Vorgehensweise besteht weder eine gesetzliche Möglichkeit, noch eine durch Beschluss. Möglich ist dies nur, wenn eine Vereinbarung vorliegt. 2 Änderungen deutlich ankündigen Einen weiteren Fehler findet man häufig in der Formulierung der Tagesord- nungspunkte. Die Einladung muss so gestaltet sein, dass sie den Wohnungs- eigentümer angemessen auf die Erörterung der Tagesordnungspunkte vorbereitet (BGH, 1.4.2011, VZR96/10). Soll die Änderung eines Kostenverteilungsschlüssels beschlossen werden, muss die beabsichtigte Änderung deutlich angekündigt wer- den. Unter dem Tagesordnungspunkt „Wirtschaftsplan“ kann dies nicht erfolgen. Die Eigentümerversammlung birgt von der Planung bis zur Nachbereitung viele mögliche Fallen. Deshalb ist eine gründliche Vorbereitung wichtig. Foto:©tommistock/Shutterstock.com

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