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DDIV 01_2015

VERWALTUNG & FINANZEN 54 DDIVaktuell 01|15 Angesichts des demografischen Wandels kann der alters- gerechte Umbau einer Immobilie eine entscheidende Investition in ihren Werterhalt und zur Erhöhung des Wohnkomforts sein. Die Notwendigkeit, Haus oder Wohnung an die Erfordernisse des Lebens im Alter anzupassen, rückt zunehmend ins Bewusstsein von Mietern und Eigentümern. Die KfW fördert eine barrierere- duzierende Modernisierung mit einem zinsgünstigen Kredit und seit kurzem auch wieder mit einer Zuschussvariante. In der Woh- nungseigentümergemeinschaft ist dies gerade für Aufzugsanlagen ein interessanter Punkt. In der Zukunft wird sich eine große Versorgungslücke bei alters- gerechten Wohnungen auftun. Aktuell stehen 700000 altersge- rechte Wohnimmobilien zur Verfügung, den zusätzlichen Bedarf schätzt die Prognos AG auf etwa 2,9 Millionen Wohneinheiten. „Diesen Bedarf über den Neubau zu decken, ist wenig realistisch“, sagt Gerhard Loeschcke, Professor der Hochschule Karlsruhe. „Es gilt also, über den Wohnungsbestand sinnvolle Angebote bereit- zustellen.“ Als größte deutsche Förderbank verfolgt die KfW das Ziel, Immobilienbesitzer beim Umbau hin zu altersgerechtem Wohnraum zu unterstützen. Auch Wohneigentümergemeinschaf- ten können von den attraktiven Förderangeboten profitieren. Wer sein Eigentum vorausschauend und komfortabel umbauen oder modernisieren will, kann dieses Vorhaben mit einem zinsgünsti- gen Kredit aus dem Programm Altersgerecht Umbauen umsetzen oder seit Oktober 2014 auch wieder die Zuschussvariante in An- spruch nehmen. Vorteile für alle Altersgruppen Schon kleine Investitionen, etwa in Sanitärräumen, schaffen große Erleichterung für ältere Menschen, deren Körperkräfte schwinden: Ein Haltegriff – an der richtigen Stelle montiert – erhält die Be- wegungsfreiheit. Auch eine bodengleiche Dusche trägt zur Steige- rung der Sicherheit bei. Jungen Familien erleichtert eine moderne Stufenlosdurch jedes Alter Vorausschauende Immobilienbesitzer profitieren jetzt wieder von KfW-Zuschussvariante Von Dr. Burkhard Touché Bauweise mit kinderwagentauglichen Eingängen und elektroni- schen Türöffnern den Alltag in den eigenen vier Wänden. Und: „Noch wenigen Immobilieneigentümern ist bekannt, dass auch Maßnahmen zum Einbruchschutz in Kombination mit der Barrie- rereduzierung gefördert werden“, ergänzt KfW-Expertin Manuela Strauch. Viele Bauherren kombinieren barrierereduzierende Maß- nahmen auch mit einer energetischen Sanierung, die ebenfalls von der KfW gefördert wird. So wird nicht nur der Wohnkomfort erhöht, sondern es sinken auch noch die Energiekosten. Die sieben Förderbereiche: Welche Maßnahmen mit dem Kredit finanziert werden können 1. Wege zu Gebäuden und Außenanlagen (z.B. altersge- rechte Stellplätze für PKW, Kinderwägen oder Fahrräder) 2. Eingangsbereich und Wohnungszugang (z.B. Bewegungsflächen, Wetterschutzmaßnahmen) 3. Überwindung von Treppen und Stufen (z.B. Aufzugsanlagen oder Rampen) 4. Umgestaltung der Raumgeometrie (z.B. Schwellenabbau, Zuschnitt der Zimmer) 5. Maßnahmen in Sanitärräumen (z.B. bodengleiche Duschen, Modernisierung WC oder Waschbecken) 6. Sicherheit und Bedienelemente (z.B. elektronische Türöffner, Einbruchmeldeanlage) 7. Umgestaltung oder Schaffung von Gemeinschaftsräumen Kredit sowie Zuschuss sind überdies für alle Maßnahmen einsetz- bar, die zur Herstellung von Barrierefreiheit gemäß DIN 18040-2 erforderlich sind. Unterstützung auf dem Weg zum Altersgerechten Haus Ein besonderes Gütesiegel für eine Wohnimmobilie ist der Stan- dard Altersgerechtes Haus. Immobilienbesitzer und Bauherren er- füllen dazu Anforderungen aus sechs Förderbereichen. Sie sorgen für einen altersgerechten Zugang, ein altersgerechtes Wohn- und/ Foto:©bikeriderlondon/Shutterstock.com

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