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DDIV 01_2015

 Prüfungshandlungen des ­Finanzamtes ohne Ankündigung Eine Umsatzsteuer-Nachschau oder Lohnsteuer-Nachschau kann ohne vor- herige Ankündigung zu den üblichen Ge- schäftszeiten durchgeführt werden. Wenn bei einer solchen Nachschau getroffene Feststellungen hierzu Anlass geben, kann ohne vorherige Prüfungsanordnung zu ei- ner Außenprüfung übergegangen werden. Achtung: Solche Handlungen können zur Sperrwirkung einer wirksamen Selbstan- zeige führen!  Steuer auf Gewinne aus der ­Veräußerung von ­Xetra-­Gold-Wertpapieren in Frage gestellt Die börsenfähigen Inhaberschuldver- schreibungen, die jeweils einen Anspruch auf Lieferung von einem Gramm Gold verbriefen, erfüllten nicht die Vorausset- zungen als Kapitalerträge, weil sie keine Kapitalforderung verbrieften, so das FG Baden-Württemberg; beim BFH ist ein Revisionsverfahren unter dem Az. VIII R 35/14 anhängig.  Kosten für Zivilprozesse Diese sind grundsätzlich nicht mehr steu- erlich zu berücksichtigen. Aber: Schei- dungskosten werden aufgrund eines Urteils des BFH, das jetzt auch von der Finanzverwaltung angenommen wird, als außergewöhnliche Belastungen aner- kannt.  Basisversorgung im Alter Das Abzugsvolumen für Beiträge zur Ba- sisversorgung wird ab 2015 von 20.000 auf 22.172 Euro angehoben (gesetzliche Ren- tenversicherung, Versorgungswerk und sog. Rürup-Verträge).  Umsatzsteuer für Bauleistungen 2014 Fehlerhafte Gesetzanwendung durch die Finanzverwaltung und Gegenwind vom BFH haben für Chaos gesorgt. Für Auftragnehmer und Auftraggeber von Bauleistungen gelten im Jahr 2014 drei Zeitabschnitte: ■■ Bis 14.02.2014 kann an der frühe- ren Gesetzeslage (10 %-Grenze) festgehalten werden, aber auch die Rechtsprechung angewendet werden. (BMF-Schr. v. 05.02. u. 08.05.2014) ■■ Vom 15.02.2014 bis 30.09.2014 ist die Rechtsprechung maßgebend; entscheidend ist die Beendigung der Baumaßnahme. (BMF-Schr. wie vor). ■■ Ab 01.10.2014 gilt die neue ­gesetzliche Regelung, die der früheren Verwaltungspraxis ­weitgehend entspricht, aber durch ein neues Bescheinigungsverfahren ­praktikabler wird.  Vorschläge zur Steuervereinfachung Die vom Bundesrat angeregten Ände- rungen wurden zum 1. Januar 2015 nicht mehr umgesetzt. Dazu gehören: ■■ Erhöhung des Arbeitnehmer- pauschbetrages auf 1.130 Euro ■■ monatliche Pauschale von 100 Euro für die Benutzung des häuslichen Arbeitszimmers, wenn kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht ■■ höhere Nachweisauflagen für Un- terhaltszahlungen ins Ausland ■■ die Anhebung der Behinderten- Pauschbeträge ■■ die Einführung eines Sockelbetrags von 300 Euro für Handwerker­ leistungen Die folgenden Überlegungen werden auch durch die Bundesregierung bejaht, sodass mit einer Umsetzung zum neuen Jahr ge- rechnet werden kann: ■■ Sonderausgabenabzug für Zahlun- gen zur Vermeidung eines Versor- gungsausgleichs ■■ Freistellungsaufträge oder NV-Be- scheinigungen sollen nachgereicht werden können, solange noch keine Steuerbescheinigung durch die Bank erstellt worden ist ■■ Nachbesserung zur umsatzsteuerli- chen Steuerschuldnerschaft bei der Lieferung von Metallen Eine doppelte Nichtbesteuerung von Einkünften („weiße Einkünfte“) oder den doppelten Abzug von Betriebsausgaben („double dip“) durch sog. hybride Gestal- tungen sollen gesetzlich ausgeschlossen werden. Hier wird möglicherweise die Umsetzung erst gesondert im Laufe des Jahres 2015 erfolgen. Das „ Jahressteuergesetz 2015“, eigentlich Gesetz zur Anpassung der Abgabenord- nung an den Zollkodex der Union und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschrif- ten, enthält eine Fülle von Änderungen – einige davon wurden hier angeschnitten. Die abschließende Beratung durch den Bundesrat erfolgte am 19.12.2014, nach Redaktionsschluss. 24-Std. Notdienst • Tel. 0800-97 97 300 www.rohrhavarie.de Bei Störungen im unterirdischen Ver- und Entsorgungsnetz: Tiefbaunotdienst Gebäudesicherung Schadensanalyse Schadensanierung Nicht ganz dicht? Tiefbau mit Tradition 24-Std. Notdienst • Tel. 0800-9797300

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