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DDIV 01_2015

01|15 DDIVaktuell 45 len durchaus eine sinnvolle Lösung sein. Das Sparpotenzial ist beträchtlich: Wer zum Beispiel eine 60-Watt-Glühlampe im Keller gegen eine 10-Watt-LED ersetzt, spart bei 10000 Betriebsstunden bereits 125 Euro Stromkosten. Beim Austausch sollte generell darauf geachtet werden, dass die Helligkeit der neuen Lichtquelle mit der alten überein- stimmt und vor allem normierte Beleuch- tungsstärken eingehalten werden. Über die Helligkeit informiert der Lumen-Wert (lm), der auf der Lampenverpackung an- gegeben ist. Für das Beispiel der 60-Watt- Glühlampe bedeutet dies, dass eine Ersatzlampe einen Lichtstrom von rund 700 bis 750 Lumen aufweisen sollte. Besondere Vorsicht ist beim Austausch von älteren Leuchtstofflampen gegen LED-Re- trofit-Lampen in Röhrenform geboten: In der Regel verändert sich nach einem Lam- penwechsel die Lichtstärkeverteilung – und damit auch die Beleuchtungsstärke. Sofern auch Betriebsgeräte oder Verdrahtungen innerhalb einer Leuchte ersetzt oder ver- ändert werden, gilt zudem: Die Umrüstung einer Leuchte in Eigenverantwortung ist immer eine bauliche Veränderung des Ori- ginals – mit der Folge, dass die Leuchte ihre Prüfzulassung verlieren kann. In diesem Fall ist der Betreiber der Anlage für deren Si- cherheit verantwortlich. Für viele Lichtanwendungen bleiben auch konventionel- le Lampen wie etwa schlanke T5-Leuchtstoff- oder Halogen- lampen mit energieoptimierter IRC-Technik eine gute Wahl. Über die Effizienzstufe infor- miert das EU-Energielabel: Besonders effiziente Lampen wie LED-Retrofit-Lampen mit Schraub- oder Stecksockel, kompakte Energiesparlam- pen und Leuchtstofflampen erreichen die „grünen“ Ener- gieklassen, mindestens also Klasse A. Ein weiterer Vorteil ist ihre lange Lebensdauer, die bei Qualitätslampen deutlich über 10000 Stunden liegt. Lichtfarbe und Farbwiedergabe Beim Kauf neuer Leuchtmittel ist darauf zu achten, dass sie den Vorgaben auf dem je- weiligen Leuchtenschild entsprechen und ihre Lichtfarbe zu den vorhandenen Lampen passt. Die meisten Menschen bevorzugen warmweißes Licht in ihrem Wohnumfeld, also Lichtquellen mit einer Farbtemperatur zwischen 2700 und 3000 Kelvin. Überall dort, wo gearbeitet wird oder funktionales Licht zur Förderung der Konzentration ge- fragt ist, kann auch neutral weißes Licht mit einer Farbtemperatur bis zu 5000 Kelvin ein- gesetzt werden. Diese Lichtfarbe eignet sich zum Beispiel für Kellerräume, hohe Treppen- häuser und Tiefgaragen. Eine gute Farbwiedergabe garantiert, dass das Lampenlicht die natürlichen Farben in der Umgebung wiedergibt. Für Innenräume empfiehlt sich eine hohe Farbwiedergabe mit mindestens Ra 80, in Außenbereichen und Nebenräumen genügt Ra 70. Komfortabel und effizient: elektronisches Lichtmanagement Wenn es darum geht, Stromkosten ein- zusparen und zugleich mehr Komfort zu gewinnen, spielt Lichtsteuerung eine Schlüs- selrolle. Digitale Steuerung sorgt dafür, dass immer das richtige Licht zum richtigen Zeit- punkt in der richtigen Menge zur Verfügung steht. Die Möglichkeiten des Lichtmanage- ments in Mietshäusern sind vielfältig: ■ Präsenzmelder sorgen dafür, dass die Beleuchtung nur dann einge- schaltet wird, wenn Kellerräume oder Garage tatsächlich betreten werden. Auch im Außenbereich sind Bewegungsmelder sinnvoll, beispielsweise an der Haustür oder auf dem Weg durch den Vorgarten. ■ In Treppenhäusern lässt sich das einfallende Tageslicht effizient nut- zen; künstliches Licht wird nur nach Bedarf hinzugeregelt. Die elektro- nische Steuerung sichert gleichmä- ßige Helligkeit und minimiert den Energieverbrauch. Digitale Lichtsteuerung lässt sich auch in die übergeordnete Gebäudesystemtechnik integrieren. Das zentrale System steuert in diesem Fall Beleuchtung, Heizung, Klima- anlage und andere energieverbrauchende Komponenten im Gebäude. Das optimiert den Energieverbrauch und vereinfacht die Wartung, weil defekte Beleuchtungskom- ponenten im System automatisch erfasst und gemeldet werden. Eine gute Beleuchtung von gemeinsam genutzten Bereichen gehört nicht nur zur Verkehrssicherungspflicht der Vermieter. Sie ist auch Visitenkarte des Hauses und trägt dazu bei, dass Bewohner sich wohl und sicher fühlen. Die Modernisierung der Beleuchtungs- technik kann als Teil der energetischen Sanierung mit zinsgünstigen Darlehen der KfW und Programmen der Länder geför- dert werden. LESETIPPS Die Brancheninitiative licht. de gibt auf ihrer Webseite Tipps zur richtigen Beleuch- tung: www.licht.de Im Bereich Publikationen steht auch die Informations- schrift von ZVEI und VDE „LED-Lampen als Ersatz für Leuchtstofflampen“ zum Download bereit. Foto©:licht.de/Foto©RaduBercan/Shutterstock Blendfrei, angenehm hell und effizient: Die Treppenhaus- beleuchtung weist Mietern und Besuchern den Weg.

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