Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

DDIV 01_2015

01 | 15  DDIVaktuell  41 NACHGEFRAGT Dipl.-Ing. Stefan Scherz ist Vorsitzen- des des VfW-Beirates Technik-Innovation- Management und externer Berater des Verbands. Er war selbst langjährig als Con- tractor aktiv und hat in dieser Zeit auch viele Projekte in Wohnungseigentümerge- meinschaften realisiert. Herr Scherz, welche Besonderheiten sind bei Contracting-Projekten mit Eigentümer- gemeinschaften zu beachten? Ein entsprechender Beschluss für die Umsetzung eines Contracting-Projektes muss in der Eigentümerversammlung als wichtigstem Organ in einer Eigentü- mergemeinschaft gefasst werden. Dies gestaltet sich häufig schwieriger als nö- tig, weil die Ausgangslagen der einzelnen Entscheider oft sehr unterschiedlich sind. So werden nicht immer nur rein fachliche Beweggründe für eine Entscheidung zu- grunde gelegt, sondern es sind oft auch emotionale Gründe, die ggf. den notwen- digen Diskussionskurs noch absolvieren ­müssen. Wo sehen Sie die größten Vorteile einer Contracting-Lösung für Eigentümergemein- schaften? Es sind mindestens drei große Vorteile zu sehen: Erstens muss die WEG sich um die Heizungsanlage nicht mehr kümmern, weil sie weiß, dass dafür ein fachkundiger und professionell arbeitender Dienstleister bereit steht, der auch an Sonn- oder Feiertagen die Heizung, sollte sie einmal ausfallen, wieder verlässlich und schnell in Gang bringt. Zwei- tens liefert der Contractor die Wärme in der Regel kostengünstiger als dies die WEG in Eigenregie könnte. Und drittens wird die Instandhaltungsrücklage für andere Investi- tionsentscheidungen geschont. Was sind die Hemmnisse bei einer mögli- chen Contracting-Lösung? Oft können die WEGs durch den immen- sen Diskussionsbedarf nicht entscheiden oder die Zeiträume werden extrem lang, bis tatsächlich etwas passiert. Was ist bei der Abrechnung des Contrac- ting-Vertrages zu beachten? Für die WEG ändert sich nicht viel: Der Contractor liefert die Wärme an die ge- samte WEG, und ein Messdienstleister spaltet gemäß Heizkostenverordnung die Rechnung in die individuellen Anteile je- des Miteigentümers auf. Welche konkreten Maßnahmen werden i.d.R. durch den Contractor durchgeführt? Der Contractor übernimmt alle relevan- ten Maßnahmen für die reibungslose und effiziente Energieversorgung. Diese kann je nach Contracting-Modell neben der In- stallation einer hocheffizienten Neuanlage auch Zusatzleistungen oder Ergänzungen (z. B. Wärmeversorgung mit Mieterstrom) mit enthalten. In einem Zeitraum von meist zehn Jahren werden dann Betriebsfüh- rungsaufgaben vom Contractor übernom- Dipl.-Ing. Stefan Scherz, freier Berater des VfW men, der auf diese Weise die Verfügbarkeit der Anlage und den Endwert der Anlage am Ende der Vertragslaufzeit hoch hält. Welche Praxishilfen gibt es für Contracting- Interessierte derzeit? Welche sind geplant? Der VfW hält eine Ausschreibungshilfe auf seiner Internetseite bereit. In der wird ausführlich erläutert, wie ein Contracting- Unternehmen nicht nur gesucht, sondern auch gefunden werden kann. Zudem wur- de in einer Kooperation zwischen dem VfW und Verbänden aus der Wohnungs- wirtschaft ein Leitfaden zur gewerblichen Wärmelieferung entwickelt, der zum Jah- reswechsel erschienen ist. Für Eigentümergemeinschaften kann ­Contracting kostengünstiger sein und die Instandhaltungsrücklage schonen. SERVICENUMMER 0180 - 2 28 87 62 BAYERNWEIT IM EINSATZ www.strobl-service.de info@strobl-service.de • WASSER- UND BRANDSCHADENSANIERUNG • LECKORTUNG • SCHIMMELPILZSANIERUNG • BAUTROCKNUNG • BAUBEHEIZUNG • SANIERUNGSARBEITEN• SANIERUNGSARBEITEN 0180 - 2288762

Seitenübersicht