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DDIV 01_2015

GEBÄUDE &TECHNIK 38  DDIVaktuell 01 | 15 Der Autor ANDREAS LUTZENBERGER Der Geschäftsführer der ­mobiheat GmbH ist einer von zwei ­Gründern des ­Unternehmens, das seit dem Jahr 2004 mobile ­Heizzentralen ­produziert und mit ­Komplettservice anbietet. www.mobiheat.de Schnelle Hilfe Wie mobile Heizdienstleister Ausfälle von Heizungsanlagen überbrücken. Ein Wasserschaden enormen Aus- maßes hatte die komplette Wärmeer- zeugeranlage zerstört. Nur einer der beiden Wärmetauscher sowie die Wär- mepumpen funktionierten noch. So waren ca. 290 Wohnungen sowie 20 000 qm Ge- werbe im Februar ohne Heizung. Die Lö- sung eines mobilen Heizdienstleisters: Nach Ermittlung des Wärmebedarfs und der Rahmenbedingungen wurden ein 2 Mega- watt-Heizcontainer und ein 10 000-Liter- Sicherheitsöltank schnellstens auf den Weg gebracht. Mit Hilfe eines Krans wurden die voll funktionsfähige mobile Heizzentrale im Stahl-Technik-Container und der externe Öltank auf dem sicheren, tragfähigen und ebenen Untergrund einer parkähnlichen Grünfläche auf dem Gelände platziert, so dass die Mechaniker den noch funktio- nierenden Wärmetauscher hausseitig mit ihrer Lösung verbinden konnten. Flexible Schläuche wurden in den nächst gelege- nen Kellerschacht eingeführt und mit dem Heizungsvor- und -rücklauf am vorhandenen Heizsys- tem verbunden. Nach etwa 24 Stunden war so die Wär- meversorgung für das Haus wieder gesichert – rund vier Wochen lang, bis die neue An- lage für Heizung und Warm- wasser errichtet war. Dienstleistungspakete für den problemlosen Einsatz Nicht nur im Notfall, sondern auch zur Überbrückung der Wärmeversorgung bei Hei- zungssanierung in Bestands­ immobilien leisten mobile Wärmedienstleister wertvolle Hilfe – selbst in der beschrie- benen Leistungsklasse. Kriterium für die schnelle Einsatzfähigkeit ist die Ausstat- tung mit bereits integrierten, durchgängig hochwertigen Hydraulikteilen wie Memb- ranausdehnungsgefäß und Umwälzpumpe sowie allen erforderlichen Sicherheitsein- richtungen, die einen schnellen Anschluss an das Heiznetz ermöglichen. Nicht weni- ger wichtig: das Angebot eines umfassen- den Dienstleistungspaketes, das nicht nur die Bereitstellung der mobilen Heizzent- rale mit geeigneter Leistung umfasst, son- dern auch Beratung, Anlieferung, Aufbau und Installation bis zur Inbetriebnahme vor Ort – und die Brennstoffversorgung. Große Bandbreite der Anwendung Mobile Heizzentralen mit einer Heizleistung von 100 bis zu 10 000 kW sind alternativ so- wohl mit Gas als auch mit Öl betreibbar, was ihre Anpassungsfähigkeit an die Gegeben- heiten flexibel macht. In kleineren Leistungs- bereichen kommen auch Elektroheizmobile von 3 bis 40 kW oder Lufterhitzer von 20 bis 70 kW zum Einsatz, unabhängig davon, ob es ein Heizsystem gibt. Externe Sicherheitsöltankbehälter, die neben dem Heizcontainer platziert werden, gibt es je nach Bedarf mit verschiedenen Fassungs- vermögen. Auch Flüssiggastanks, die die Ver- sorgung für Heizmobile und Heizcontainer bis 2000 kW gewährleisten, sind beziehbar, wenn nach einer sauberen und preisgünsti- gen fossilen Energie gesucht wird, was ins- besondere in Wasserschutzgebieten ideal ist. In Spezialfällen kommt es auch oft auf in- dividuell benötigtes Zubehör an. Gerade in Wohngebieten sind z. B. häufig Kaminver- längerungen erforderlich, die entstehende Emissionen in ausreichender Höhe aussto- ßen. Im Berliner Wohnblock in Steglitz-Zeh- lendorf war dies allerdings ebenso wenig nötig wie die Anbringung eines Abgas- schalldämpfers zur Geräuschminimierung, weil die Heizzentrale in entsprechendem Abstand zum Wohnblock positioniert wur- de. Auch sicherheitstechnisches Zubehör, wie Schlauchbrücken oder Absperrzäune, gehört dazu, ebenso wie Druckhalte- und Entgasungssystem-Container, um höhere Anlagendrücke im System auszugleichen. Notfall: Heizungsausfall in einem Berliner Hochhaus Rettung in der Not: Über eine Schlauchleitung wird das ­Wohnhaus aus dem Container mit Wärme versorgt.

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