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DDIV 01_2015

V 30 DDIVaktuell 01|15 TITELTHEMA Damals visionär: Micro-Computer und Rechenzentren mit Arbeitsleistungen im Megabyte-Bereich. or fast sechzig Jahren sah die Arbeitswelt des Woh- nungsunternehmens fundamental anders aus als heute. Techno- logien zur Effizienzsteigerung im Büroalltag, wie wir sie heute kennen, waren schlicht noch nicht erfunden. Damals war weitge- hend Handarbeit angesagt. Das sollte sich zum Ende der 50er-Jahre mit einer Pioniertat ändern: Um Massenbelege aus dem Hypothe- kengeschäft zu bearbeiten, richtete die Deutsche Bau- und Boden- bank AG 1957 ein Rechenzentrum ein. Was damals visionär war, würde heute kaum jemandem ein müdes Lächeln abringen. Die Kapazität der eingesetzten IBM-650-Rechner – immerhin der erste in Serie hergestellte Computer – lag im Megabyte-Bereich. Der Start des Zentrums war zugleich Geburtsstunde der heutigen Aareon AG und Anstoß für eine umwälzende Idee. Die lieferte Dr. Johannes Mohr (1926–2004). Der Mathematiker und Volks- wirt entwickelte eine Datenverarbeitung, die es erlaubte, opera- tive immobilienwirtschaftliche Prozesse rationell abzuwickeln und mit Zahlungsverkehr und Kostenverteilung zu verknüpfen. Der Vorläufer des GES-ERP-Systems war geboren. Lochkarten erleichtern die Arbeit Das Angebot kam an – aus gutem Grund. Wohnungsunterneh- men und Immobilienverwaltern gab es die Chance, Buchhaltung Der Autor STEPHAN ROHLOFF Direktor Konzernbereich Marketing und Kommunikation, Pressesprecher der Aareon AG www.aareon.com Vom Lastesel zum Erfolgsfaktor Vor gut 50 Jahren begann der Siegeszug der EDV. Mit der Digitalisierung steht die nächste Revolution in den Startlöchern. Eine kurze Chronologie. V Foto:©Master3D/Shutterstock.com schine und Telefon. Die Ära der Micro-Computer Das änderte sich nach und nach: Denn 1980 begann der Sieges- zug der heute eher riesig wirkenden „Micro-Computer“. IT wurde auch von kleineren Verwaltungen mehr und mehr genutzt: Eine ganze Branche stellte ihre Verwaltung auf „EDV“ um. Die Schreib- maschine hatte ausgedient, und mit den neuen Möglichkeiten stiegen die Erwartungen – leider auch die für die Verwaltertä- tigkeit relevanten gesetzlichen Regularien. In diese Zeit fällt die Gründung des DDIV (1988) als In- teressenvertretung professioneller Haus- und Immo- bilienverwaltungen in Deutschland. Seit- her fordert er eine und Verwaltung, die zuvor oft in Teilen aus- gelagert waren und manuell durchgeführt wurden, komplett im Unternehmen zu erle- digen. 1967, nach nur zehn Jahren, erfasste das Rechenzentrum in verschiedenen Dienst- leistungsprogrammen bereits eine Million Wohnungen. 1972 wur- de jede fünfte Woh- nung in Deutschland mit EDV-Unterstützung aus Mainz verwaltet. Und mehr und mehr IT-Unternehmen wurden gegründet, um Immobilienver- waltern das Leben zu erleichtern. Dennoch dominierten in vielen Verwaltungen auch in dieser Zeit noch „Stift und Block“, Rechen-, Schreibma-

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