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DDIV 01_2015

01|15 DDIVaktuell 19 Bauart aber unterschiedlicher Größe bei identischer Oberflächentemperatur die- selben Anzeigewerte ergeben. Dabei ist die Wärmeabgabe des größeren Heizkör- pers natürlich höher. Die zweite wesentli- che Einflussgröße ist der Wärmeübergang zwischen Heizkörper und Heizkostenver- teiler. So ergeben sich bei zwei Heiz- körpern unterschied- licher Bauart (z.B. ein Plattenheizkörper aus Stahlblech und ein Gliederheizkörper aus Gusseisen) bei gleicher Betriebswei- se und identischer Normwärmeleistung unterschiedliche Anzeigewerte. Dies liegt daran, dass der Wärmeübergang von der Kontaktfläche am Unterteil des Heizkos- tenverteilers zum Heizkörper beim Gussei- sen-Gliederheizkörper schlechter ist, was zu einem geringeren Anzeigewert führt. Für eine korrekte Erfassung des individuel- len Wärmeverbrauchs müssen also sowohl die Normwärmeleistung des Heizkörpers als auch der Wärmeübergang zwischen Heizkörper und Heizkostenverteiler be- rücksichtigt werden. Dies geschieht über den sogenannten Um- rechnungsfaktor, mit dem der Anzeigewert des Heizkostenverteilers in der Heizkostenabrech- nung multipliziert wird. Die möglichst präzise Be- stimmung der Umrech- nungsfaktoren hat also wesentlichen Einfluss auf die Genauigkeit der Heiz- kostenabrechnung. Datenbasis bestimmt Genauigkeit Die jeweiligen Bewer- tungsfaktoren werden im Rahmen der Montage des Heizkostenverteilers durch den Messdienstleister für jeden Heizkosten- verteiler individuell ermittelt. Dabei werden Hersteller und Typ des Heizkörpers identi- fiziert und ein Aufmaß vorgenommen. Auf Basis dieser Daten kann der Messdienstleis- ter dann die Normwärmeleistung über die eigene Heizkörperda- tenbank bestimmen. In die Bestimmung des Bewertungsfak- tors für den Wärme- übergang wiederum fließt die Bauart des Heizkörpers und des Heizkostenverteilers, sowie dessen Monta- gepunkt und -art ein. Die Messdienstleis- ter führen hier sehr umfangreiche Mess- und Versuchsreihen durch, in denen der Wärmeübergang für jeden Heizkostenverteiler und die vielfälti- gen Kombinationsmöglichkeiten empirisch ermittelt werden. Aus den Bewertungsfaktoren für Wär- meleistung und Wärmeübergang werden dann wiederum die Umrechnungsfaktoren für die Heizkostenabrechnung errechnet. Ausschlaggebend für deren Güte ist die verfügbare Datenbasis beim Messdienst- leister. Insbesondere die großen Anbieter betreiben hier einen erheblichen Aufwand, um sicher zu stellen, dass Eigentümer und Mieter eine korrekte und rechtssichere Heizkostenabrechnung erhalten. Häufige Ursachen für neue Umrechnungs- faktoren Jedes Jahr, nachdem Eigentümer und Mieter ihre Heizkostenab- rechnungen erhalten haben, wer- den Immobilienverwalter dazu mit Fragen konfrontiert – insbe- sondere wenn sich die Umrech- nungsfaktoren geändert haben. Kennt man die Gründe dafür, relativieren sich viele Einwände, die auf den ersten Blick vielleicht berechtigt erscheinen: Wird etwa ein defekter oder be- schädigter Heizkostenverteiler ausgetauscht, so kommt hier aufgrund des langen Nutzungs- zeitraums häufig ein Nachfol- gemodell zum Einsatz. Dadurch kann sich ggf. der Wärmeüber- gang ändern, was wiederum die Anpassung des Umrechnungs- faktors erforderlich macht. Dies gilt ebenfalls, wenn ältere Heizkostenverteiler komplett durch modernere Geräte ersetzt werden. Auch hier werden sich für jeden Heizkörper der Liegen- schaft neue Umrechnungsfakto- ren ergeben. Ein Wechsel des Messdienst- leisters bringt ebenfalls eine Neuberechnung der Umrech- nungsfaktoren mit sich. Diese können dann aufgrund der unterschiedlichen Datenbasis deutlich abweichen. Durch den Austausch eines Heizkörpers gegen ein Modell anderer Bauart verändern sich Normwärmeleistung und Wär- meübergang. Auch wenn die Ab- messungen gleich geblieben sind, muss deshalb der Umrechnungs- faktor angepasst werden. Andersherum ist es jedoch auch möglich, dass sich der Umrech- nungsfaktor bei einem neuen Heizkörper trotz größerer Ab- messungen nicht verändert. PRAXISTIPP Merkmale unberücksich- tigt. So können sich für zwei Heizkörper gleicher Wenn sich die Umrechnungsfaktoren in der Heizkostenabrechnung ändern, wirft dies bei Eigentümern und Mietern oft Fragen auf. Wichtig ist die Qualität der Datenbasis beim Messdienstleister.

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