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DDIV 01_2015

18 DDIVaktuell 01|15 TITELTHEMA Der Autor JÜRGEN MESSERSCHMIDT Produktmanager bei der ista Deutschland GmbH www.ista.de S Faktor XUmrechnungsfaktoren sind wesentlicher Bestandteil nahezu jeder Heizkostenabrechnung und eine der häufigsten Ursachen für Fragen von Eigentümern und Mietern. eit über 30 Jahren sorgt die Heizkostenverordnung für eine verbrauchs- gerechte Abrechnung der Energiekosten und gibt Mietern damit gleichzeitig einen Anreiz, sparsamer mit Heizenergie umzugehen. Der Grundsatz „Jeder zahlt nur das, was er tatsächlich verbraucht“ führt allerdings auch dazu, dass die Nutzer sehr genau darauf ach- ten, ob die Heizkostenabrechnung korrekt ist. Ein Punkt, mit dem Immobilienverwalter regelmäßig konfrontiert werden, sind die beim Einsatz von Heizkostenverteilern aufgeführten Umrechnungsfaktoren. Sie haben einen wesentlichen Einfluss auf die Genauigkeit und Rechtssicherheit der Heiz- kostenabrechnung. Was viele nicht wissen: Änderungen am System Heizkörper/Heiz- kostenverteiler führen fast immer auch zur Anpassung des Umrechnungsfaktors – und dafür gibt es gute Gründe. Der Einsatz von Heizkostenverteilern Voraussetzung für eine genaue Abrech- nung ist die präzise Erfassung des indi- viduellen Wärmeverbrauchs der Nutzer. Hierfür werden in der Regel an den Heiz- körpern Heizkostenverteiler montiert. Diese erfassen mit ihren Sensoren die Tem- peratur der Heizkörperoberfläche sowie der Raumluft und stellen diese in Form ei- nes dimensionslosen Anzeigewerts dar. Die Temperaturdifferenz ist der Maßstab für die Wärmeabgabe des Heizkörpers. Bei der Abrechnung wird der verbrauchsabhängi- ge Anteil der Heizkosten durch die Summe der Verbrauchswerte aller Heizkostenver- teiler im Haus dividiert (= Kostenfaktor pro Verbrauchswert). Die einzelnen Ver- brauchswerte je Nutzer werden nun mit diesem Kostenfaktor multipliziert und er- geben den individuellen verbrauchsabhän- gigen Anteil der Heizkosten. Grundsätzlich unterscheidet man bei der Erfassung des Wärmeverbrauchs über Heizkostenverteiler zwei Messprinzipien: Heizkostenverteiler, die nach dem Verduns- tungsprinzip arbeiten, und elektronische Heizkostenverteiler. Letztere arbeiten zudem entweder nach dem Einfühler- oder Zwei- fühler-Messprinzip. Angesichts des größeren Funktionsumfangs bis hin zur Funkfern- auslesung verdrän- gen elektronische Heizkostenverteiler zunehmend die auf Verdunstung basie- rende Variante. Umrechnungs- faktoren korrigieren Anzeigewerte Das Erfassen des anteiligen Wärmever- brauchs über Heizkostenverteiler ist ein Messhilfsverfahren. Anders als Wärme- zähler, die den Verbrauch in physikalischen Einheiten anzeigen, erfassen Heizkosten- verteiler lediglich die Oberflächentempe- ratur des Heizkörpers und die Dauer der Wärmeabgabe. Hierzu bestehen sie aus einem Gehäuseunterteil, das wärmeleitend mit dem Heizkörper verbunden wird, und einem Oberteil, das zum Schutz vor Mani- pulationen verplombt ist und die zur Erfas- sung notwendigen Komponenten enthält. Bei einem elektronischen Heizkostenver- teiler sind dies etwa Mess-Sensor(en), Re- chenwerk, Anzeigeeinrichtung und Batterie. Charakteristisch für Heizkostenverteiler ist, dass sie Bewer- tungsfaktoren be- nötigen, mit denen die über eine Heiz- periode aufgelaufe- nen Anzeigewerte gewichtet werden müssen. In diesem Zusammenhang ist zunächst die Norm- wärmeleistung des Heizkörpers zu nen- nen. Maßgeblich hierfür sind die jeweilige Bauart und Grö- ße. Da der Heizkostenverteiler lediglich die Oberflächentemperatur am Montagepunkt erfasst, bleiben diese beiden wichtigen S Der Heizkörpertyp hat wesentlichen Einfluss auf die Montageart des Heizkostenverteilers – und damit auch auf den Wärmeübergang. Fotos:©ista;©Master3D/Shutterstock.com Die Umrechnung erfolgt auf Basis solider Erfah- rungswerte.

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