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DDIV 01_2015

POLITIK & AKTUELLES 10  DDIVaktuell 01 | 15 Bei fünf Mitarbeitern sind dies be- reits Instandhaltungsrücklagen in Höhe von über 2 Mio. Euro. Hinzu kommen die Im- mobilien selbst, die erhalten und deren Wert möglichst gesteigert werden soll. Im Alltag werden noch höhere Geldvolumi- na verwaltet. So betreuen Hausverwalter Mietkonten für Eigentümer, verwalten die Hausgelder von WEG für kurzfristige Instandhaltungen und berechnen und er- heben Sonderumlagen für größere Sanie- rungsprojekte. Hinsichtlich Verantwortung und Umfang wird die Tätigkeit der Haus- und Immo- bilienverwalter oft deutlich unterschätzt. Aktuell werden jedoch über 42 Prozent aller Wohnungen in Deutschland – ins- gesamt 18 Mio. Wohnungen privater Ei- gentümer – vielfältig verwaltet. Darunter fallen 9 Mio. Eigentumswohnungen sowie 9 Mio. Mietwohnungen in Häusern pri- vater Eigentümer. Aus dem Bestand der Eigentumswohnungen heraus werden weitere 5,5 Mio. Wohnungen vermietet, etliche davon in Sondereigentumsverwal- tung. Allein diese Fakten sprechen dafür, dass die Einführung von Mindestqualifi- kationen und Versicherungspflichten für Wohnungsverwalter zwingend geboten ist. Der Koalitionsvertrag hat hierzu eine klare Aussage getroffen. Damit zeigt sich aber auch, dass eine starke politische Inte- ressenvertretung durchaus etwas bewirken kann. Der DDIV als die Interessenvertre- Fach- und Sachkundenachweis für Verwalter wird zur Pflicht Haus- und Immobilienverwalter arbeiten mit immensen Vermögenswerten: Geht man von Durchschnittswerten aus, verwaltet ein Mitarbeiter etwa 400 Wohneinheiten à 90 qm mit einer monatlichen Instandhaltungsrücklage von 1 Euro pro qm – und legt damit im Jahr über 430.000 Euro im Namen verschiedener Eigentümer an. Von Martin Kaßler tung von Haus- und Immobilienverwal- tungen wurde in den letzten Jahren nicht müde, dieses Thema ganz oben auf seine Agenda zu setzen. Mit Erfolg, wie sich jetzt zeigt. Zunehmend setzt sich in Poli- tik, Gesetzgebung und Medien durch, was für eine zentrale Rolle der Immobilienver- walter in unserer Gesellschaft einnimmt. Dabei spreche ich nicht über die mögliche Durchsetzung der Hausordnung oder das Schlichten von Streitigkeiten zwischen Ei- gentümern und Mietern. Nein, es geht um weit mehr. Pathetisch gesprochen geht es um die Zukunft unserer Gesellschaft. Eine Energiewende mit einem klimaneutralen Gebäudebereich wird angestrebt, ein bar- rierearmer Umbau steht auf der Agenda, und der Bundesbürger soll zusätzlich fürs Alter vorsorgen. Weit über die Hälfte der durchschnittlichen Lebenszeit verbringen wir zudem in unseren eigenen vier Wän- den, der Wohnung oder dem Haus – zu- gleich Lebensmittelpunkt, Ausgangs- und Rückzugsort. Immer „irgendwie“ dabei ist die Haus- und Immobilienverwaltung. Ein paar Zahlen zum Einstieg Nach Angaben des Statistischen Bun- desamtes gibt es deutschlandweit rund 22 800 Immobilienverwalter. Davon erwirt- schaften 26 Prozent einen Jahresumsatz bis max. 50.000 Euro, 20 Prozent einen Umsatz bis max. 100.000 Euro und weite- re knapp 25 Prozent einen Umsatz von bis zu 250.000 Euro. Oder anders formuliert: 5 Prozent aller Unternehmen erbringen DDIV Geschäftsführer Martin Kaßler: Sachkundenachweis wertet die Tätigkeit auf.

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