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DDIV 01_2014

Berufliche Mindestanforderungen und Versicherungspflichten für Wohnungs­ verwalter sind längst überfällig. 01 | 14  DDIVaktuell  7 Der Dachverband Deutscher Im- mobilienverwalter e. V. blickt zuversichtlich auf die Arbeit der großen Koalition in den kommenden vier Jahren. Begrüßt wird die Absichtserklärung zur Einführung von Mindestqualifikationen und Pflichtversi- cherungen für Verwalter. Gleichzeitig kriti- siert der Branchenverband Planlosigkeit im Umgang mit energetischer Sanierung und dem Bedarf an bezahlbaren Wohnungen in Ballungsgebieten. Berufszugang und Versicherungs- pflicht für Verwalter kommen Fachliche Zugangsvoraussetzungen und Versicherungspflichten für Immobilien- verwalter sorgen in Zukunft für mehr Qualität und Professionalität in der Wohnungs- und Immobilienverwaltung. „Wir begrüßen die Ankündigung im Ko- alitionsvertrag, dies regeln zu wollen“, so DDIV-Präsident Wolfgang D. Hecke- ler. Neben festgelegten Mindestkriterien zur Ausübung der Tätigkeit ist auch die Einführung einer Vertrauensschadens-, Vermögensschadenshaftplicht- und Be- rufshaftpflichtversicherung unabdingbar. DDIV sieht Verhandlungsergebnis zum Koalitionsvertrag gespalten Verbraucherschutz in der Immobilienverwaltung verbessert, Mieter und private Eigentümer benachteiligt, Energiewende ausgebremst Dies trägt dem Verbraucherschutz Rech- nung, kommt dem Vermögensaufbau zugute und sichert damit besser als bisher die Altersvorsorge von Millionen von Bun- desbürgern. Neubau, energetische Sanierungen und Investitionen in Wohnraum durch Mietpreisbremse und befristete Modernisierungsumlage gestoppt Die Einführung einer Mietpreisbremse von 10 Prozent der ortsüblichen Ver- gleichsmiete sowie die Senkung und Befristung der Modernisierungsumlage verhindern dringend notwendige Inves- titionen in Wohnungsneubau und Sanie- rungsvorhaben. Für den DDIV ist derzeit nicht absehbar, welche Kriterien ein Maß- nahmenplan beinhalten soll, der die re- gionale Wohnungsknappheit beheben kann. Dieser ist jedoch Voraussetzung für die Ausweisung dieser Gebiete. Eine De- ckelung von Mietpreisen erweitert nicht das Angebot an preiswerten Wohnungen, sondern trägt zur Verunsicherung privater Vermieter und Wohnungseigentümer bei. Daher hält der DDIV den Vorschlag der Koalitionäre für kontraproduktiv und lehnt ihn strikt ab. Eine weitere Konjunkturbremse sieht der DDIV mit der geplanten Absenkung des Mieterhöhungsanspruchs bei Moder- nisierungen auf die Bundesrepublik zu- kommen. Die Kürzung der Umlage auf 10 Prozent und die gleichzeitige Befris- tung bis zur Amortisation der Moderni- sierungskosten werden Investitionen in entsprechende Maßnahmen ausbremsen. Das hat volkswirtschaftliche Folgen, be- nachteiligt Mieter wie private Vermieter und gefährdet Arbeitsplätze. Hierzu hat- te der DDIV bereits im Vorfeld Stellung ­genommen. Einsichtnahme des Verwalters beim Datenbankgrundbuch wird geregelt Im Entwurf des Koalitionsvertrages ist weiter vereinbart, die Einsichtnahme des Immobilienverwalters beim Datenbank- grundbuch zu regeln. Zuletzt hatte der DDIV einen Prüfauftrag erwirken können, der eine Prüfung der Einsichtnahme an technische Voraussetzungen koppelt. Erleichterung von KfW-Sanierungs- förderung weiterhin offen Der DDIV nimmt zur Kenntnis, dass die Koalitionsarbeitsgruppe die Regelung zu Erleichterungen bei Fördermittelanträgen für Wohnungseigentümergemeinschaften offen lässt. In Hinblick auf 9,3 Millionen Eigentumswohnungen, von denen ein massiver Beitrag für die Energiewende im Gebäudebereich ausgeht, hofft der DDIV, im Dialog mit der künftigen Regierung und mit Verantwortlichen der KfW prakti- sche Lösungsansätze und Verbesserungen zu entwickeln.

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