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DDIV 01_2014

DDIV AKTUELL 64 DDIVaktuell 07|13 WIR LIEBEN FEEDBACK und freuen uns über Ihre Reaktionen. Kaum ist eine Ausgabe bei Ihnen angekommen – wird sie kritisch gelesen. Es freut mich, dass Diskussionen in der Fachwelt entstehen, aber die Artikel auch von den Lesern kritisch hinterfragt werden. Gerne greifen wir dabei das Thema „Leser fragen – Experten ant- worten“ auf. Senden Sie hierzu Ihre Frage einfach an die Redaktion. Wir greifen diese dann gerne auf und nehmen Stellung dazu. Steffen Haase Chefredakteur Gefreut habe ich mich über ruhige Tage zum Jahres- wechsel. Eine E-Mail-freie Zeit. Nicht weil ich meinen Account ab- gestellt habe, nein, es kamen einfach keine. Und das ist ein gutes Zeichen. Man kann noch ohne, und es gibt Zeiten, in denen die Verwaltung keine übergeordnete Rolle spielt. Man beschäftigt sich mehr mit der Familie und sich selbst. Geärgert habe ich mich über mein örtliches Grundbuchamt. In einer Wohngeldsache mussten wir noch 2013 Klage einreichen. Wichtig dafür war festzustellen, wer wann als Eigentümer einge- tragen war. Ich stand vor verschlossener Tür, da nur von 8 – 12 Uhr geöffnet war. Ärgerlich. Umso ärgerlicher, dass man diesen banalen Vorgang noch nicht online erledigen kann. Aber noch viel mehr als über die Öffnungszeiten habe ich mich über den BVI geärgert. Wie kann ein „Verwalterverband“ die Auffassung ver- treten, die Online-Einsichtnahme bürde dem Verwalter nur neue Aufgaben auf? Allein der Aspekt der Arbeitserleichterung für den Verwalter ist ein großer Nutzwert. Die technischen Möglichkeiten wie die Anforderungen schreiten voran und es gilt zu optimieren. Das Datenbankgrundbuch wird für uns frühestens 2020 Realität – vernünftig, bereits heute die Weichen zu stellen. > Schwemmholz von Ulrich Ritzel Kommissar Berndorf kann nicht auf allzu viele Freunde zählen, weder in der Polizei noch in der Politik und schon gar nicht im Baugewerbe. Was zuerst aussieht wie ein Brandanschlag von Neo- nazis auf die Unterkunft italienischer Bauarbeiter, zieht immer weitere Kreise bis in die beste Ulmer Socie- ty – oder steckt gar die ehrenwerte Gesellschaft dahinter? Ulrich Ritzel bestellt sein Personal mit umsichtiger Raffinesse. Die Besetzungsliste findet sich übrigens auf der Innenseite der Umschlagklappen. Das „Verzeich- nis wichtiger Personen“ versammelt sie alle: die Akteure im Gericht, die Montagsrunde der Rotarier, die Poli- Lob & Tadel BUCHBESPRECHUNG Ich hoffe, Sie sind gut ins neue Jahr ge- startet und haben die SEPA-Umstellung problemlos und unkompliziert umset- zen können. Vielleicht hatten Sie über die Feiertage auch das Notrufhandy Ih- rer Immobilienverwaltung bei sich. Dann hatten Sie hoffentlich ein störungsfreies Weihnachtsfest. Es stellt sich hierbei oft die Frage nach dem Sinn oder Unsinn der ständigen Erreichbarkeit. Mir erzählte dieser Tage ein Vermö- gensverwal- ter von den Gepflogenheiten seiner Kunden, gerade in Zeiten von Feiertagen und Ferien, Ter- mine abends und auch spätabends zu ver- langen. So weit sind wir zum Glück noch nicht und sollten es auch nicht kommen lassen. zisten im Neuen Bau oder das politische Personal im Dunst der Staatspartei. Bereits die Figuren lassen auf die Geschichte schlie- ßen. Ritzel verschachtelt die Story zu Höchstspannung. Scheinbare Nebenschauplätze werden plötzlich zentral, Verbindungen eröff- nen sich. Mit unbändiger Lust platziert Ritzel Mord und Rache, Vergewaltigung und Kindesentführung in Tiefgaragen, auf Hanf- feldern, Bauernhöfen und Bootshäuschen am Bodensee. Dabei bedient er sich der ganzen Palette an Mordwerkzeugen, dass es eine Freude ist. Dem sympathischen Kommissar gereicht es zur Ehre, dass nicht alle Untaten geahndet werden. Die messerscharfe Spur verliert sich zwischen Schwemmholz im Bodensee. Viel Spaß. Schwemmholz von Ulrich Ritzel Taschenbuch, 416 Seiten btb Verlag, ISBN: 978-3442728015 10,00 Euro

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