Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

DDIV 01_2014

DDIV AKTUELL 58  DDIVaktuell 01 | 14 VDIV Hessen 5. Fachtagung bei Viessmann, Allendorf Dank guter Unterstützung und großzügiger Gastfreundschaft der Veran- staltungspartner Viessmann und Techem lud der VDIV Hessen zur herbstlichen Fachtagung im Unternehmenssitz der Viessmann Werke GmbH & Co. KG nach Allendorf/Eder. Verbandsvorstand Werner Merkel und Gastgeber Dieter-Georg Joschko konn- ten rund 60 Teilnehmer – Neulinge und alte Hasen – begrüßen, die sich über The- mengebiete wie den Einsatz von BHKW in der Modernisierung, verwaltungsrelevan- te Probleme der Gebäudeversicherung, Wärmeservice-Lösungen gemäß aktueller Mietrechtsänderung und das BGH-Urteil zum Einbau von Rauchwarnmeldern nach HBO informieren wollten. Schon traditionell erzielte die Auftakt- besichtigung der Viessmann-Werke den allgemeinen Aha-Effekt. Dieter-Georg Joschko führte als Vertreter der Viess- mann Werke mit ausführlichen Erklärun- gen durch die einzelnen Fertigungsstadien von Brennwertkesseln, Wärmepumpen u. v. m. Im Anschluss führten Vorträge der versier- ten Referenten von Viessmann und Te- chem zu angeregten Diskussionen – vor, während und nach den Ausführungen. Oft schon gleich mit eingebunden in die Gespräche wurde Rechtsanwältin Ruth Breiholdt von der Hamburger Kanzlei Breiholdt Nierhaus Schmidt, die mit um- fassendem Hintergrundwissen wertvolle Beiträge zur rechtlichen Umsetzung des Leitfadens zur Energie-Einsparung, Opti- mierung und Modernisierung nach gelten- dem Miet- und WEG-Recht leistete. Nachhaltigkeit energetischer ­Modernisierung für Mietsachen Die ineinandergreifenden vorangehenden Beiträge boten Anlass genug, sowohl im Miet- als auch im Wohnungseigentums- recht die Möglichkeiten der energetischen Modernisierung und deren Notwendigkeit für die Nachhaltigkeit in Bezug auf Miet- sachen zu erläutern. Auch die Auslegung des Modernisierungsbegriffs im Span- nungsfeld Wohnungseigentum vs. Miet- recht stellte sie dar, nicht ohne das immer wieder auflodernde Thema Betriebskos- tenabrechnung und -vorauszahlung mit- einzubeziehen. Mit seinen Ausführungen unter dem Titel „Versicherungen schaffen Verwalterpro­ bleme“, lockerte Werner Merkel, das komplexe Thema auf. Der Vorstandsvor- sitzende des VdIV Hessen e.V. erläuterte die aktuelle Lage der Versicherung mit Mietrechtkonforme Contracting-Lösungen Peter Gerhardt stellte als Vertreter von Techem Wärmeservice-Lösungen für WEG und Mietwohnungen unter Bezug auf § 556c BGB vor. Das im Februar ver- abschiedete Mietrechtsänderungsgesetz legt die Weitergabe von Contracting- Kosten bei einer Umstellung der Wärme- versorgung im laufenden Mietverhältnis ohne erforderliche Zustimmung der Mie- ter fest. Der eigens dafür eingeführte § 556c BGB erlaubt die Kostenumlage jedoch nur dann, wenn Wärme mit ver- besserter Effizienz entweder aus einer vom Wärmelieferanten errichteten neu- en Anlage, aus einem Wärmenetz oder im Rahmen eines Betriebsführungs-Con- tracting über eine bereits vorhandene Heizungsanlage geliefert wird. Deren Jah- resnutzungsgrad muss schon vor der Um- stellung mindestens 80 Prozent betragen und darf die Kosten der Wärmelieferung sowie die Betriebskosten für die bisherige Eigenversorgung mit Wärme oder Warm- wasser nicht übersteigen, für den Mieter also kostenneutral sein. Beteiligung der Fachfirmen am Diskurs Eine Besonderheit des Verwalterforums war die Integration der begleitenden Ausstellung in den Konferenzraum, was den Fachfirmen die direkte Teilnahme an der Veranstaltung und auch an Dis- kussionen ermöglicht. Sie konnten sich zudem in zwei 15-minütigen Zeitfenstern vor den Kaffeepausen direkt an die Teil- nehmer wenden, was bei den Aussteller großen Anklang fand und durchaus zur Nachahmung empfohlen werden kann. Jenseits von Recht und Verwaltung ging es nach der Mittagspause im zweiten Teil des Forums weiter: Der Berliner Stiltrainer® Jan Schaumann erläuterte humorvoll und praxisnah die Bedeutung „Des ersten Eindrucks“ für erfolgreiche Verwalter. Um gravierende Baumängel, beispielsweise in der Gebäudestatik, die Verwalter nicht selten durch ihre Kos- tenintensität und folgende Rechtsstrei- tigkeiten vor große Herausforderungen stellen, ging es im Vortrag von Prof. Dr. Dirk Werner. Der Prüfingenieur für Bau- technik widmete sich der Gesamtproble- matik von Feuchtigkeits- und Bauschäden in Tiefgaragen und erläuterte wesentli- che Aspekte der Schadensermittlung und -bewertung anhand konkreter Fälle. Abschließend kommentierte Dr. Oli- ver Elzer vom Kammergericht Berlin in ebenso gewohnter wie hoch geschätzter Weise aktuelle Urteile zur Immobilien- wirtschaft. Als Mitglied des Verbandsvor- stands lobte Roswitha Pihan-Schmitt in ihrem Schlusswort die Qualität der Bei- träge und die kompetente Diskussion. Sie kündigte die Weiterführung des Verwal- terforums an – mit breiter Unterstützung des ­Fachpublikums.

Seitenübersicht