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DDIV 01_2014

01|14 DDIVaktuell 5301|14 DDIVaktuell 53 strukturierte Ertragsplanung sowie die Liquiditätssituation und Investitionsvorhaben. Sicherlich wird es sich auszahlen, dabei dar- auf zu achten, dass die Planungen untereinander abgestimmt und widerspruchsfrei sind. Günstig ist es, im Rahmen der Investitions- planung bereits darauf einzugehen, welche Pläne für die Finanzie- rung der Investition schon bestehen und dabei Art, Höhe, Nutzen, Wirtschaftlichkeit, Eigenmittel und Sicherheiten darzulegen. Das Rating – nicht in Stein gemeißelt Die Banken führen zur Bonitätsbeurteilung ein Rating von Unter- nehmen durch. Sollte diese Bewertung bereits durchgeführt worden Gute Vorbereitung ist das A und O für das konstruktive Gespräch mit dem Bankberater auf Augenhöhe Dies Fragen sollten Sie sich stellen – und beantworten können Zur Vermögenslage:  Wieso hat sich die Investitionstätigkeit verändert?  Warum wurden Abschreibungsmethoden geändert?  Wie ist es zum starken Aufbau von Vorräten und Lagerbeständen gekommen?  Welche Ursachen haben hohe Wertberichtigungen?  Wieso haben sich die Zahlungsziele verschlechtert? Zur Finanzlage:  Warum haben hohe Entnahmen stattgefunden?  Was ist die Ursache für die Verschlechterung der Liquiditätssituation? (z.B. hohe Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien)  Warum haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditinstituten erhöht? Zur Ertragslage:  Was ist die Ursache für Umsatzrückgänge?  Warum haben sich wesentliche Aufwandspositionen (z.B. für Material/Personal) erhöht?  Wie reagiert das Unternehmen auf den ggf. auftretenden Verlust?  Welche Investitionsvorhaben stehen an, und wie sollen diese finanziert werden?  Gibt es signifikante Abhängigkeiten von Lieferanten und/oder Kunden?  Wie sieht die Nachfolgeregelung aus (bei Unternehmern ab 55 Jahre)?  Wie hat sich der Markt verändert, und welche Auswirkungen zeigen sich für das Unternehmen? sein, können eventuell kritisch bewertete Punkte (z. B. Eigenkapi- talausstattung) der Vorjahre genauer analysiert werden. Hinweisen kann man in diesem Zusammenhang auf Maßnahmen, die bereits zur Verbesserung umgesetzt werden, um mögliche Ratingverbes- serungen zu erzielen. Denn das Rating hat direkten Einfluss auf die Gewährung von Krediten und entsprechende Konditionen. Ihre Sicherheiten – das Pfund in Ihrer Hand Wurden in den Vorjahren für Kredite Sicherheiten wie z.B. Immobi- lien oder Wertpapiere bei der Bank hinterlegt, ist es von Vorteil, im Vorfeld genau zu betrachten, wie sich deren Werte entwickelt haben. Haben sich die Werte der Sicherheiten deutlich verringert, kann von Seiten der Banken die Forderung entstehen, weitere Sicherheiten be- reitzustellen. Darauf gilt es vorbereitet zu sein. Im entgegengesetzten Fall, der positiven Wertentwicklung, lohnt es sich, auch die Möglich- keit der Freigabe von Sicherheiten zu thematisieren. Fragen stellen – Fordern Sie Ihre Bank Neben der Aufbereitung von Informationen über das eigene Unter- nehmen empfiehlt es sich, sich im Vorfeld genau mit den Themen zu befassen, zu denen Sie sich Informationen von Ihrer Bank erwarten. Dazu zählen beispielsweise Benchmarkdaten aus der Branche, Erläu- terungen zum Rating, Einschätzung des Marktes usw. So ist man gut gewappnet, um selbst gezielt die richtigen Fragen zu stellen und bei Bedarf auch nachzuhaken. Darüber hinaus gilt es im Vorfeld zu eva- luieren, ob folgende Themengebiete adressiert werden sollen:  Einsatz von Fördermitteln (Neuerungen)  Optimierungsmöglichkeiten im Zahlungsverkehr  Optimierungsmöglichkeiten in der aktuellen Finanzierung  Ansatzpunkte für die Ratingverbesserung Das Bankengespräch bietet Unternehmen bei professioneller Vor- bereitung die Möglichkeit, die eigene Position der Bank gegenüber zu stärken, gezielt Informationen zu erhalten und so die Chancen für die Umsetzung der eigenen Vorhaben signifikant zu erhöhen. Foto:©solarseven/Shutterstock.com

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