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DDIV 01_2014

VERWALTUNG & FINANZEN 48 DDIVaktuell 01|14 Seit Ende 2012 im „Unruhestand“: Jürgen Pfeiffer wurde beim 21. Verwaltertag des DDIV mit dem ImmoStar 2013 ausgezeichnet und engagiert sich nach wie vor für die Branche. Berufliche Qualifikation, ein verinnerlichter Dienstleistungsgedanke und die Transparenz aller Vorgänge sind Wegbereiter der Zukunft. Welche Herausforderungen sehen Sie auf die Branche in den kommenden Jahren zu- kommen? Die energetische Sanierung, der zum Teil große Instandhaltungsstau in älteren Immo- bilienbeständen und die sehr differenzierte Nachfrage nach Gewerbe- und Wohnimmo- bilien nach Regionen sind große Herausfor- derungen für die Zukunft. Bekanntermaßen gibt es heute eine große Nachfrage in den Boomregionen, und es zeichnet sich ab, dass es zunehmend Landstriche geben wird, die über massive Leerstände und Abrisskon- zepte nachdenken müssen. Hier sind sicher neue Lösungsansätze gefragt. Sie haben die Entwicklung der Immobilien- wirtschaft in den vergangenen 40 Jahren intensiv begleitet und mitgestaltet. Der Großteil der Unternehmen wird heute von vielfältigen Software-Lösungen und tech- nischen Systemen unterstützt. Wo geht es Ihrer Meinung nach hin und welche Ent- wicklungen werden sich durchsetzen? Beim Thema IT werden die Innovationszyk- len immer kürzer. Die Erwartungen gerade der jüngeren Bevölkerung an die zuneh- mende Digitalisierung der Kommunikation bieten jedoch zusätzliche Möglichkeiten, die es zu nutzen gilt. Beispiele sind auch heute schon Vermietungs- und Mieterpor- tale, der Einsatz mobiler Lösungen bei Ge- bäudeabnahmen oder die Verbreitung und Nutzung sozialer Netzwerke für die Außen- darstellung. Hier ist es wichtig, dass man die Entwicklung nicht verpasst und mit der Un- terstützung von starken Softwarepartnern für die Zukunft auf der sicheren Seite ist. Immobilienverwalter gelten hin und wie- der als innovationsscheu. Apps, Blogs und Cloud Computing sind für viele noch unbe- kanntes Terrain. Welche technischen Instru- mente sollte ein Verwaltungsunternehmen Ihrer Meinung nach unbedingt nutzen und warum? Nach derzeitigem Stand gibt es eine Viel- zahl von Immobilienunternehmen, die die Chance von technischen Innovationen klar erkannt haben und die ihr Dienstleistungs- angebot darauf eingerichtet haben. Sehr gute Beispiele findet man auch immer bei den Teilnehmern der Innovationswettbe- werbe, z. B. bei der Wahl zum Verwalter des Jahres. Zweifellos gibt es jedoch noch ein großes Betätigungsfeld, aber ich bin si- cher, dass sich die Branche verstärkt darauf einstellt, ihr Serviceangebot zu stärken. Das ergibt sich aus Umfragen bei Fachkräf- ten aus Unternehmen, in denen das The- ma IT für die Zukunft eine noch höhere Priorität erhält. Trotz positiver Zukunftsaussichten wird in vielen Unternehmen „der Gürtel enger ge- schnallt“undderRotstiftangesetzt.Wiewird sich das auf die Dienstleister und Unterneh- men der Immobilienwirtschaft auswirken? Bei der Frage nach den Zukunftsaussichten der Branche bin ich optimistisch. Gute Leis- tungen im Service und im Dienstleistungsan- gebot werden dabei eine große Rolle spielen. Man darf dabei nicht vergessen, dass durch die modernen Medien die Transparenz im- mer größer wird und der fachlich kompeten- te Experte weiter an Bedeutung gewinnt. Vor wenigen Wochen wurden Sie als Im- moStar 2013 für ihr jahrzehntelanges En- gagement ausgezeichnet. Welche Tipps und Hinweise würden Sie jungen Nachwuchs- kräften mit auf den Weg geben? Ein allgemein gültiges Rezept für den Er- folg gibt es sicherlich nicht. Zweifellos sind jedoch eine solide fachliche Ausbildung, Engagement und die persönliche Verläss- lichkeit gute Voraussetzungen dafür. Wer Führungsaufgaben anstrebt, sollte sich seiner Vorbildfunktion bewusst sein. Ich bin der Überzeugung, dass die Immobili- enbranche auch künftig große Zukunfts- perspektiven bietet und ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor sein wird. Vielen Dank für das Interview, Herr Pfeiffer.

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