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DDIV 01_2014

RECHT & STEUERN 44 DDIVaktuell 01|14 K Gut zu wissen: Steuerrecht Ein Auszug der wichtigsten Änderungen und Neuerungen 2014 Der Autor WOLFGANG WAWRO Der seit 1973 selbstständig tätige Steuerberater ist geschäfts- führender Gründungsgesellschafter der Wawro Steuerberatungs- gesellschaft mbH, Pressesprecher im Steuerberaterverband Berlin- Brandenburg und seit 2005 ehrenamtlicher Richter beim Landgericht Berlin. www.wawro-online.de Erhöhung der Grunderwerbssteuer In vier Bundesländern erhöht sich ab 2014 die Grunderwerbsteuer: auf 5% in Bremen und Niedersachsen, auf 6% in Berlin und auf 6,5% in Schleswig-Holstein. Maßgebend für die Entstehung der Grunderwerb- steuer ist der notarielle Kaufvertrag, unabhängig vom Lastenwechsel oder der Kaufpreisregelung. Meldung im elektronischen Bundesanzeiger Kapitalgesellschaften und bestimmte Personengesellschaften, bei denen keine natürliche Person haftet, müssen ihre Jahresabschlüsse im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlichen. Die Abschlüsse für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2011 begonnen haben, müssen bis 31.12.2013 dort vorliegen, um ein Ordnungsgeld zu vermeiden. M it der „ersten Tätigkeitsstätte“ wird ein neuer Begriff eingeführt, der die bis- herige „regelmäßige Arbeitsstätte“ des Arbeitnehmers ersetzt. Erste Tätig- keitsstätte ist jede ortsfeste betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers, aber auch der Standort eines Kunden, wenn der Arbeitnehmer solch einem Kunden dauerhaft zugeteilt ist. Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte werden mit der Entfernungspauschale von 0,30 Euro pro Entfernungskilometer abgegolten. Alle anderen Fahrten zu einer Einrich- tung des Arbeitgebers oder seiner Auftraggeber werden als Reisekosten mit einer km- Pauschale von 0,30 Euro oder den tatsächlich nachgewiesenen Fahrtkosten berücksichtigt. Die erste Tätigkeitsstätte kann vom Arbeitgeber vertraglich festgelegt werden, wenn die Zuordnung unbefristet bzw. mindestens über einen Zeitraum von 48 Monaten erfolgt. Eine Vereinfachung bringen die neuen Verpflegungspauschalen ab 2014; es gibt nur noch zwei Zeitintervalle mit unterschiedlichen Pauschbeträgen für Dienstreisen im Inland. Maßgeblich ist die Abwesenheitsdauer von der Wohnung. Bei einer Ab- wesenheit von mehr als 8 Stunden erkennt das Finanzamt künftig 12 Euro an; bei mindestens 24 Stunden beträgt die Verpflegungspauschale 24 Euro. Bei den Verpfle- gungspauschalen für Auslandstätigkeiten gelten entsprechend 120 bzw. 80 Prozent der nach dem Bundesreisekostengesetz geltenden Auslandstagegelder. Bei doppelter Haushaltsführung aus beruflicher Veranlassung erkennt das Finanz- amt ab 2014 bis zu 1.000 Euro für die Zweitwohnung an, die bisherige Begrenzung auf 60qm für die Wohnung entfällt. Die Erstwohnung am Heimatort erfordert dann eine finanzielle Beteiligung an der Lebensführung, das bisherige Jugendzimmer im Haus der Eltern genügt nicht. Foto:©MichaelKempf/Shutterstock.com Neuerungen im steuerlichen Reisekostenrecht Private Nutzung von Bürotechnik Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern betriebseigene Computer, Smartphones und Tablets samt Software überlassen, ohne dass Arbeitnehmer diese Vorteile versteuern müssen. Das gilt auch dann, wenn man die Geräte privat nutzen darf. Diese Regelung aus dem letzten Jahr hat sogar Rückwirkung bis zum Jahr 2004, soweit der Steuer- bescheid – wegen eines Einspruchs – noch nicht bestandskräftig ist.

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